#1

Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 07:56
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo

Habe heute mal wieder eine Entwicklung gemacht. Das erste mal in meiner Duka(juhu sie ist dicht) mit einer Jobo 1520(zweite Spirale war auch drin)

Minox 35 ML

Agfa Apx 100@100

Adolux APH09 ( 3ml +260ml Wasser)

1. Minute Dauerkippen
ab 2. Minute 3x Kippen pro Minute
ab der 10. Minute nur noch alle 2 Minuten.
Entwicklungsdauer 24 Minuten.

Stoppbad Adox

Fixierer Adox 1+9 11 Minuten

Illford Wässerung

Ergebnis : flaue Negative zu dunkle Scans Bilder sind auch nicht scharf. (Canon 8800F Standartprogramm)
Scan keine Nachbearbeitung

Ehrlich gesagt ich trau mich kaum die Bilder reinzustellen da bekomm ich jetzt bestimmt dicke Haue

aber ich will trotzdem wissen was ich falsch gemacht habe

Gruß KLaus








zuletzt bearbeitet 11.03.2012 07:56 | nach oben springen

#2

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 08:20
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Hallo Klaus,

so schlimm finde ich Deine Ergebnisse jetzt nicht, da kann man durch Nachbearbeitung bestimmt noch einiges retten.

Bei Deiner Entwicklung fällt mir vor allem auf, dass Du nur mit 3ml R09 gearbeitet hast. Manche sprechen bei Rodinal von einer Mindestmenge von 10ml, manche von 6 oder 5ml. Da wärest Du jetzt deutlich drunter geblieben. Ob die Adox/Calbe-Variante da noch anspruchsvoller ist, als das Vaihinger Original, weiß ich nicht.
Auf jeden Fall hattest Du wenig Entwickler in einer großen Dose, so dass bei jedem Kipp die Flüssigkeit ordentlich durch die Rippen der beiden Spiralen gewirbelt wurde und der in der Dose noch reichlich vorhandene Luftsauerstoff auf jeden Fall den Entwickler zusätzlich strapazierte. Und so war der Entwickler wahrscheinlich deutlich eher als nach 24 Minuten platt.
5ml auf 500ml anzusetzen würde einem funktionierenden Verhältnis wahrscheinlich eher entsprechen. Dann ist auch nicht mehr so viel Luft in der Dose.
Dazu kommt, dass die 1:100-Verdünnung von Rodinal ja sehr ausgleichend wirkt. Wenn Du bei den Aufnahmen schon sehr weiches Licht und kontrastarme Motive hast, dann werden die Negative nur schwer kontrastreich.

Swingende Grüße

Henning


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#3

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 09:16
von Esel18_24 • Mitglied | 429 Beiträge

Hallo Klaus

Ich habe den Holzstapel in GIMP reingeladen. Mit colors-> curves wird das Bild analysiert. Bei den Helligheitswerten sind viele Werte links.
Das Bild ist zu dunkel. Im Beispiel wurden die vorhandenen Helligkeitswerte zwischen Schwarz und Weiß neu verteilt.
Eine kürzere Belichtung bei der Belichtung auf Papier könnte schon helfen, mehr Details nicht so sehr im Dunkel verschwinden zu lassen.
Das Bild vom Weinberg ist schon sehr gut gelungen.

Gruß Lutz

Angefügte Bilder:
Holzstapel.jpg

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#4

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 09:49
von Sputnik (gelöscht)
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Also ich muß sagen, daß die Fotos, abgesehen davon, daß sie einen Tick zu dunkel sind, für meinen Geschmack schon sehr gut ausschauen. Das erste scheint unscharf zu sein, aber sonst? Is doch alles im grünen Bereich. Ich finde es halt aber auch schwer, die Stärken und Schwächen eines Negativs anhand eines Scans zu beurteilen. Ich arbeite ja nicht hybrid, halte es aber nicht für unwahrscheinlich, daß es zwei paar Schuhe sind, ob ein Negativ für den Positivprozeß oder den Negativscanner optimal ist.


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#5

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 09:57
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Ich hab manchmal so die leise Befürchtung, daß die Hybriden nicht die geringste Ahnung haben, wie ein Vergrößerungsfähiges Negativ auszuschauen hat und Negative produzieren, die für diesen Zweck die reinste Makulatur sind. Wenn so ein Scanner mit seiner Automatik nicht auf Anhieb das Rechte herausholt, ja wie soll das dann ein eher starres Photopapier?


gut Licht
Walter
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#6

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 10:24
von Esel18_24 • Mitglied | 429 Beiträge

Hallo Walter,
der Selenbelichtungsmesser war der Anfang, und warum nicht auch eine Digitalkamera nutzen, um die optimalen Einstellungen für die Filmbelichtung, für den Vergrößerungsapperat oder das richtige Papier zu finden?
Das Negativ vom Holzstapel scheint im Wald sehr kontrastarm zu sein, hast jemand Erfahrungen welches Fotopapier den Kontrast bei einem solchen Negativ verstärken kann?

Gruß Lutz


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#7

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.03.2012 15:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von fotomaenn
Ehrlich gesagt ich trau mich kaum die Bilder reinzustellen da bekomm ich jetzt bestimmt dicke Haue


Nö, wieso denn, ist doch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ganz so schlimm sind die Bilder nicht, vielleicht etwas unterbelichtet und/oder unterentwickelt, vielleicht auch nicht ganz optimal gescannt. Versuch den Film erst mal stinknormal in Rodinal 1:25 und 8 Minuten, das ist die kugelsichere Variante. Wenn das dann immer noch so aussieht schaun wir weiter. 1:100, da ist wohl eher 1 Stunde Standentwicklung in mindestens 500 ml angesagt. Was die Belichtungsmessung angeht: draußen bei strahlender Sonne 1/125 Sek. und Blende 11 ist garantiert richtig. Lieber einen Tick zuviel als zuwenig. Am Anfang.

http://www.digitaltruth.com/devchart.php...inal&mdc=Search

LG Reinhold


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#8

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.03.2012 02:45
von Gelöschtes Mitglied
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@all
Danke für eure Antworten.

Also min 5ml Rodinal pro Film und die Dose immer voll.

Ich werde mal die 1:25 /8min Entwicklung machen.

Hab da aber noch eine Frage : Ich möchte nicht immer zum Testen für die Entwicklung einen 36 er Film durchziehen, mir würden ja schon etwa 10 Aufnahmen langen.
Wenn ich jetzt, sagen wir 10 Bilder machen und NUR die 10 Aufnahmen einspule, müsste ich dann das Mischungsverhältnis (Rodinal/Wasser) ändern ?
Gruß KLaus


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#9

RE: Entwicklung verhauen warum?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.03.2012 02:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von fotomaenn
Wenn ich jetzt, sagen wir 10 Bilder machen und NUR die 10 Aufnahmen einspule, müsste ich dann das Mischungsverhältnis (Rodinal/Wasser) ändern ?


Theorethisch kämst du mit einer geringeren Gesamtmenge = kleinere Dose aus. Da es solche Minidosen aber nicht gibt bleibt alles wie es ist. Die Verdünnung ist entscheidend, also z.B. 1:25, egal ob bei 250 ml oder 2 Liter. Nur bei ganz hohem Verdünnungen kann die absolute Entwicklermenge knapp werden.

LG Reinhold


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