#1

Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 21.12.2011 02:10
von Bergsteiger • Mitglied | 15 Beiträge

Die Yashica T3 (bzw. die spätere T3 super, die sich durch zusätzliche Serienbild- und Vorblitzmöglichkeit unterscheidet) verfügt über ein damals neu entwickeltes Tessar 2,8/35 (hinter einem vergüteten Schutzfilter), das nicht die übliche verkittete Hinterlinse aufweist, sondern eine einzelne große freistehende Linse hinter dem Verschluß. Wie unschwer zu sehen, ist diese Linse (obwohl das Objektiv T*-vergütet sein soll) nicht vergütet und dürfte daher statt aus Glas aus Plastik bestehen, was für ein Tessar bzw. T*-Objektiv ziemlich einzigartig ist, aber m.W. noch nirgends erwähnt wurde! Testbilder habe ich keine gemacht, aber die fehlende Vergütung dürfte sich zumindest im Gegenlicht durch Kontrastminderung bemerkbar machen.
Ähnlich scheint es ja bei der Olympus Mju II zu sein.
Bei der späteren T4 wurde im Prospekt ausdrücklich erwähnt, alle Teile des Tessar 3,5/35 bestünden aus optischem Glas.


nach oben springen

#2

RE: Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 22.12.2011 03:01
von dufour24 • Mitglied | 142 Beiträge

Ich habe die Yashica T3 und kann sagen, dass das Objektiv scharfe und kontrastreiche Bilder macht, ohne es allerdings auseinandergenommen zu haben oder Testbilder gemacht zu haben.

lg Gerd


nach oben springen

#3

RE: Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 23.12.2011 20:20
von cmo • Mitglied | 339 Beiträge

Ich habe Bilder mit beiden Kameras gemacht, sie haben ausgezeichnete Objektive. So weit ich weiß sind die asphärischen Linsen einiger Voigtländer-Objektive ebenfalls aus Polycarbonat.


nach oben springen

#4

RE: Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 24.12.2011 02:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Und wenn es stimmt, was ich woanders gelesen habe, dann hat das Objektiv der T3 4 Linsen in 4 Gruppen.


nach oben springen

#5

RE: Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.12.2011 00:11
von Bergsteiger • Mitglied | 15 Beiträge

Danke für Antworten! Richtig ist, das Tessar 2,8/35 besteht (abgesehen von dem Schutzfilter) laut Prospekt, wo ein Linsenschnitt abgedruckt war, aus vier einzelstehenden Linsen, weicht also vom hergebrachten Tessartyp ab. Ebenso daß nicht alle Linsen aus Glas bestehen (Auf Plastik läßt sich schwerlich eine Vergütung auftragen, da Plastik hitzeempfindlicher ist).
Hinsichtlich Vignettierung dürfte das 2,8/35 mit seiner großen, hinter dem Verschluß gelegenen Linse die Ecken besser ausleuchten als das konventionellere Tessar 3,5/35, da dessen Linsen sich alle vor dem Verschluß befinden. Ich glaube aber, daß kaum eine Kompaktkamera so vignettierungsfrei wie die Minox (ab Blende 5,6) ist.


nach oben springen

#6

RE: Yashica T3: T*-Tessar mit "Plastiklinse"

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.12.2011 03:12
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hm, beim 3.5/35 T* an der T5 ist mir keine störende Vignettierung aufgefallen, siehe angehängtes Bild. Des weiteren gibt es keine sichtbare Verzeichnung und auch sonst ist die Leistung in allen Punkten hervorragend. Richtig schlimm dagegen finde ich die Vignettierung beim über den grünen Klee gelobten 6-Linser der Olympus XA. Kann man bei der teuren T5 m.E. noch gerade so von einem akzeptablen Preis-Leistungsverhältnis sprechen, so ist das bei der XA m.E. nicht der Fall, bei Flickr gibts tausende Bilder zum Beweis. Warum die XA so hoch gehandelt wird ist mir absolut unverständlich, da reißt auch der E-Messer nix raus.

Im übrigen muss ich die T5 gar nicht loben, sie hat mich zu einem (für mich) sehr guten Preis wieder verlassen ;-)

LG Reinhold

Angefügte Bilder:
11-web.jpg

zuletzt bearbeitet 27.12.2011 03:15 | nach oben springen

#7

Vignettierungen

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 03.01.2012 01:56
von Bergsteiger • Mitglied | 15 Beiträge

Im Gegensatz zu den Kompaktkameras aus den 1960er und 1970er Jahren liefern die jüngeren Datums meist bemerkbare Vignettierungen. Die Olympus XA (ab 1979) ist tatsächlich ein abschreckendes Beispiel, das Objektiv wurde mittels zweier (Hinter-)Linsen als invertrierte Telephotokonstruktion gebaut, also kürzer als die Brennweite. Die restlichen vier Linsen sind dem Tessar nachempfunden. Für weiche Filme wie Negativfilme und nicht flächige Motive vielleicht geeignet. Die Schärfe ist nur durchschnittlich und mit der eines richtigen Tessars kaum vergleichbar. Die dünnen Linsen wurden offenbar mit erheblichen Toleranzen gebaut, eine gute Zentrierung ist Glückssache.
Über die Yashica T4 mit dem gleichen Objektiv der T5 gibt es allerdings im Internet auch einige kritische Bemerkungen wegen Vignettierung. Wenn ein Motor das Objektiv schon herausfährt, hätte er es doch etwas weiter tun können (wie zum Beispiel bei der Minox, wenn sie aufgeklappt ist - stell mal die beiden nebeneinander!). Foto-Video 2/1992 lobte die Minox und beschrieb übrigens den Praxiseindruck, den ich mit der viel teureren Contax T2 gewonnen habe, treffend: Das Sonnar 2,8/38 vignettiert deutlich, auch bei mittleren Blenden. Ebenso in Popular Photography: Vignettiert bis Blende 11. (In den deutschen Fotozeitschriften, wie dem besonders unrühmlichen Fotomagazin, las man über die Vignettierung nur "gering").


nach oben springen






______________________________________________________________________________

das hobbyphoto-forum ist seit dem 14.01.2006 online

flickr online | Forenuser - Die Foren Suchmaschine | Bilder verkleinern | Bilder hochladen








Besucher
0 Mitglieder und 6 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 13099 Themen und 131153 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de