#1

Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 04:22
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Hi Leute,

wenn ich Abzüge mache, arbeite ich schon immer mit dem Verfahren, Belichtungsteststreifen zu machen. Hört sich vielleicht lustig an, aber die Belichtungszeit dazu, zähle ich mit nem lauten Wecker mit und schalte den Vergrößerer selbst ein und aus
Das hat jetzt seit Jahren wunderbar geklappt...aber ich hatte langsam die Nase voll von diesem Gezähle. Zudem ist das ja trotzdem einigermaßen ungenau und man kommt einfach oft durcheinander.

So, darum hab ich mich jetzt endlich mal nach Zeitschaltuhren umgeguckt und habe dabei bemerkt, dass es ja sogar Belichtungsautomaten gibt, mit denen man gar keine Teststreifen mehr machen muss. So hätte ich zwei Lästigkeiten abgeschafft.

Ich hab mir etz da mal ein paar in ebay ersteigert:

- Philips PCA 061
- Unbekanntes Wallner-Gerät (bitte Bezeichnung mitteilen, falls bekannt)
- Kaiser cps
- Jobotronic 200
- Wallner Report

Hat jemand Erfahrung mit Geräten von diesen?
Der Wallner Report soll sehr gut und beliebt sein (da haben sie auch am wildesten mitgesteigert).
Und der Kaiser cps soll eigentlich auch nicht schlecht sein.
Der Philips PCA 061 und dieser alte unbekannte Wallner-Analyzer war im Set beim Kaiser cps dabei...kann man die auch zur Belichtungsmessung nehmen, oder is das eher was für Farbe?
Vom Jobotronic 200 konnte ich nicht viel erfahren...des hab ich nur genommen, weil er digital ist und so extrem günstig war

Ich weiß, dass solche analogen Geräte eher Schätzeisen sind, aber ich hab auch gelesen, dass sie sehr genau sein sollen, wenn man weiß, wie man damit umgeht bzw. sich damit eingeübt hat. Ein Heiland Splitgrade-Controller kommt mir jedenfalls nicht her...so viel soll gesagt sein :)
Und ich weiß natürlich auch, dass die Teststreifenmethode die beste ist...aber hier soll es jetzt NUR um die Spielerei mit diesen Belichtungsautomaten gehen.

Ach und falls jemand ne Anleitung zu diesen Geräten hat, wäre ich dankbar, wenn er sie mir zukommen lassen könnte. Zum Wallner-Report und Kaiser cps hab ich die Anleitung bereits.

Grüße,
Andi


PS: Hab hier noch die Bilder von den Geräten (der Liste oben sortiert) mit eingefügt...

Angefügte Bilder:
Philips_PCA061.jpg
Wallner_Unbekannt.jpg
Kaiser-cps.jpg
jobotronic200.jpg
wallner_report.JPG

zuletzt bearbeitet 11.02.2011 04:24 | nach oben springen

#2

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 06:25
von greyscale • Mitglied | 112 Beiträge

Hallo Andi,

Zitat von Beef

Und ich weiß natürlich auch, dass die Teststreifenmethode die beste ist...



Diesen Glauben praktiziere ich auch. Berichte und Bewertungen zu den Geräten kann ich deshalb nicht liefern. Aber hier gibt es die Bedienungsanleitung zum Jobotronic 200. Frohes Experimentieren!

Viele Grüße,
Michael


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#3

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 09:10
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Hallo Andi,

mit den genannten Belichtungsmessern wirst Du immer nur näherungsweise die "richtige" Belichtung ermitteln können. Das hat nicht nur mit der Genauigkeit der Geräte, sondern auch mit der Anpassung an das Motiv zu tun. Nicht immer bringt das anmessen von hellster und dunkelster Stelle das optimale Ergebniss. Mit meinem MP 109 habe ich immer die gemessene Zeit als mittlere Belichtungszeit eines Probestreifen genommen. Und dann: -20% / gemessene Zeit / +20%, dann den Streifen trockengefönt und beurteilt. Meistens war eine der drei Stufen richtig.

ciao

Bernd


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#4

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 10:34
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Hi Michael,

danke für den Link...den hab ich auch kurz nach reinsetzen des Threads doch noch gefunden. Ist zwar auf Englisch...aber das geht ja auch.


Hi Bernd,

ich hätte halt gedacht, dass mir das Gerät die Zeit bringt, damit der anvisierte Punkt entweder rein Weiß oder rein Schwarz wird. Oder wenigstens Zone I bzw IX. Beim Abzug brauch ich nicht immer unbedingt beste Zeichnung im hellsten Weiß oder dunkelsten Schwarz. Und Kontrast mag ich meistens auch mehr.

Mir reichts praktisch, wenn das Foto auf dem Papier danach auch wirklich irgendwo mal ne schwarze Stelle/Bereich hat und irgendwo im Bild auch mal blankes Weiß erreicht wird. Bei nem wichtigen Abzug bleib ich natürlich bei der Streifenmethode.
Aber für so 08/15-Bilder, bei denen ich sowieso mehr auf absaufende Schatten und auffressende Lichter stehe, kann ich die ermittelte Belichtungszeit und den Gradationsfilterwert aufrunden, damit ich eben Schwarz und Weiß irgendwo bekomm, oder?
Gradation kann ich mit meinem Kaiser VCP 6000 sowieso stufenlos regeln...da geb ich einfach immer weng mehr dazu


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#5

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 11:35
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

ich habe zuerst mit einem Philips PDT21 gemessen. Erstaunlicherweise passte die Belichtung erstaunlich gut, obwohl die Zeiten überhaupt nicht mehr mit der Zeitskala übereinstimmten. Dann habe ich den CPS auf dem Sperrmüll gefunden. Der funktionierte auch ganz gut, obwohl die Weißpunktmessung des Philips bessere Ergebnisse brachte. Dafür stimmten die Zeiten aber mit der Skala überein. Deshalb ist er auch heute noch meine Belichtungsuhr.

Zusätzlich habe ich noch einen Jobo Comperator2. Damit legt man den Schwarzpunkt fest und kann dann auf den Weißpunkt gehen und bekommt die nötige Graduation angezeigt. Mit etwas Erfahrung kommt man so ganz gut ein Gefühl dafür, wie das Bild aussehen könnte. Trotzdem bleibt es ein Rohabzug. Im nächsten Schritt werden dann die Nachbelichtungen und Abwedelungen festgelegt.

Bei mir hat sich herauskristalisiert, dass ich meist mit Hilfe des Messfühler die Blende des Vergrößerers einstelle und eine Zeit von ca. 15sek. ermittel. So lassen sich schnell alle ähnlichen Bilder eines Filmes auch mit verschiedenen Ausschnittsvergrößerungen durchziehen.


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#6

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 12:07
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ich staune immer wieder, daß zwar Kameras mit Weißnichtwasmatrixmessung oder Handbelichtungsmesser für ein paar hundert Euro nötig sind, aber man in der Dunkelkammer den Geräten nicht über den Weg traut. Ich denke mal, das liegt daran, daß man an der Stelle keine Lust mehr hat, sich in die richtige Arbeitsweise einzuarbeiten, weil die Streifenmethode erst mal einfacher ist. Anpassungen sind so oder so nötig, weil eine Messung immer nur von einem durchschnittlichen Motiv ausgeht - aber solche gibt es ja bei uns "anspruchsvollen" Amateuren nicht Optimal ist eine Anpassung natürlich schon bei der Aufnahme, worauf Diafotografen ja sogar angewiesen sind, weil es hinterher keine Korrekturmöglichkeit gibt. Ein korrekt belichtetes Negativ kann man dann auch problemlos ausmessen.

Gruß
Jochen

ps ich benutze den Wallner Report, ärgere mich aber, daß der die Dukalampe nicht schaltet


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#7

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 13:43
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Hi,

@Hans:
Ja genau das meinte ich...du warst den Weißpunkt vom PDT21 gewohnt, der mit dem cps nicht mehr so exakt übereinstimmte. Wenn du beim cps jedoch diesen "Fehler" ausgleichst, dann müsstest du doch wieder das gleiche Ergebnis haben, oder nicht? Also wenn du eben durch Erfahrung weißt, dass du mit dem cps nicht auf den absoluten Weißpunkt messen darfst, sondern zB auf "Nahe dem Weißpunkt".

@Jochen:
Bei den Negativen achte ich auch immer besonders darauf, dass diese perfekt sitzen...also Belichtung und Entwicklung. Ich finde, das klappt bei mir mit ner alten Kamera, die nur mittelbetonte Integralmessung hat besser, als mit ner modernen mit Mehrfachmessfeldern. Man muss die Technik einfach gewohnt sein. Da ich mit den alten "filmbasierten Schinken" angefangen hab, weiß ich eben genau, wo im Motiv ich mit der Kamera messen muss, damit das Negativ sitzt. Wenn ich nen Belichtungsmesser für die Duka habe, muss ich doch auch nur wissen, wie er reagiert und messe immer dementsprechend in den Bereichen...ich denke das ist Gewohnheit, oder nicht?

Also was ich jetzt über diese Geräte erfahren hab, kalibriert man damit einfach nur die Papiersorte ein, misst dann immer auf einen BESTIMMTEN Bereich in der Projektion und das gerät ermittelt die nötige Zeit um hier nun zB Schwarz darzustellen. Solange man bei den Bildern immer im gleichen Bereich misst, dürfte alles auch gleich sein. Und je nach Gerät muss man da eben den totalen Schwarzpunkt oder eben mehr in den Schatten messen...wie sie eben Gebaut sind.
Der Jobo Comperator sagt ja eigentlich schon alles...ne Komparator-Schaltung Vergleicht auch nur eine Differenz und gibt auszugleichenden Wert aus.


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#8

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 21:28
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

[quote="Beef"Und je nach Gerät muss man da eben den totalen Schwarzpunkt oder eben mehr in den Schatten messen...wie sie eben Gebaut sind.[/quote]
Mit dem Wallner - und mit anderen sicher auch - kann man beides machen. Man muß nur erst mal 2 unterschiedliche Papierleitzahlen ermitteln. Ich verwende sogar noch eine 3. Methode, wenn Menschen auf dem Bild sind. Ich messe Gesichter an, weil die mit sehr geringen Abweichungen immer den gleichen Grauton haben sollen.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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#9

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 22:37
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

Zitat von Beef

@Hans:
Ja genau das meinte ich...du warst den Weißpunkt vom PDT21 gewohnt, der mit dem cps nicht mehr so exakt übereinstimmte. Wenn du beim cps jedoch diesen "Fehler" ausgleichst, dann müsstest du doch wieder das gleiche Ergebnis haben, oder nicht? Also wenn du eben durch Erfahrung weißt, dass du mit dem cps nicht auf den absoluten Weißpunkt messen darfst, sondern zB auf "Nahe dem Weißpunkt".
Der Jobo Comperator sagt ja eigentlich schon alles...ne Komparator-Schaltung Vergleicht auch nur eine Differenz und gibt auszugleichenden Wert aus.


Irgendwie passte die Weißpunktmessung besser. Wahrscheinlich müssen die Lichter besser herausgearbeitet werden, während die Schatten ruhig absaufen können. Nervig dabei war, dass absolut kein Licht mehr in der Duka sein dürfte, obwohl der Vergrößerer schon in einer sehr dunklen Ecke stand. Die Lampe neben dem Vergrößerer wurde durch die Uhr abgeschaltet, aber für die über den Schalen hätte ich endlos Kabel gebraucht. Ich habe mich mit einer Funkfernbedienung beholfen.
Mit der Komperatorschaltung kann man halt Schwarz-und Weißpunkt messen.

Noch was: Nachbelichtungszeiten kann man auch durch gezieltes Ausmessen von Bildteilen ermitteln.


Zitat von bilderknipser

Ich messe Gesichter an, weil die mit sehr geringen Abweichungen immer den gleichen Grauton haben sollen.



Danke für den Hinweis, das werde ich auch mal ausprobieren.

Grüße
Hans


zuletzt bearbeitet 11.02.2011 22:38 | nach oben springen

#10

RE: Hab hier verschiedene DuKa-Belichtungsmesser - Eure Meinungen?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.02.2011 23:12
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Zitat von Beef
ich hätte halt gedacht, dass mir das Gerät die Zeit bringt, damit der anvisierte Punkt entweder rein Weiß oder rein Schwarz wird.



Das macht die Sache schon einfacher, besonders, wenn Du ein Gerät mit Mehrpunkmessung benutzt und dieses auf Deinen Prozess justiert hast. 2 bis 3mal auf die Schatten, genauso oft auf die Lichter sollte rein technisch gesehen zu brauchbaren Ergebnissen führen. Es ist wichtig dabei darauf zu achten, wie der Sensor arbeitet. Viele zeigen unterschiedliche Ergebnisse, wenn man von der Bildmitte abweicht.

Viele Grüße

Bernd


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