#1

Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.01.2011 05:56
von oliver.k • Mitglied | 96 Beiträge

Gestern kam ich dazu, endlich einmal die von jamniz für Forenmitglieder vor einiger Zeit liebevoll gelaserten glaslosen Negativmasken auszuprobieren. Sie sehen so ähnlich aus wie große (6x6) Diarahmen, aber halt aus Metall. Da ergaben sich im praktischen Handling folgende Probleme:

1
Ausschnitt ein bissel zu groß für 4,6 x 6
Die Maske hält den Film "oben" und "unten" fest, aber nicht links und rechts. Höchstens links _oder_ rechts.
D.h., die 4,5cm "Höhe" des Ausschnitts sind ok, jedoch scheint mir der Ausschnitt einen Tick zu breit, um die 6 cm Negativbreite abzudecken. Eine rechtes Beschweren des Negativs an allen 4 Seiten wollte mir nicht gelingen. Ist das so gedacht!?

2
Fixieren der beiden "Hälften" - wie?
Rahmen hinlegen, Negativstreifen drauf, 2. Rahmen (identisch zum ersten) oben drauf. Fertig ist das Sandwich. Hält aber nicht zusammen, es rutscht und verschiebt sich ganz leicht alles gegeneinander(auf jeden Fall bis zum Einlegen in den Vergrößerer). Schließlich habe ich mir mit Tesa beholfen und das an den 4 Ecken zusammengepappt. Fühlte sich aber irgendwie unprofessionell an. Wie geht das besser?

3
Lichtleck am Vergrößerer
Um das "Sandwich" in den Strahlengang zu bringen, habe ich bei meinem Durst M601 die Sivoneg-Glasbühne (4 Flächen - das kann eine Stauborgie sein!) rausgenommen und da das "Sandwich" eingelegt. Licht aus, Vergrößerer an - und ich stehe voll im Hellen: Die Originalbühne ist ziemlich massiv und einen guten cm oder mehr dick, wenn die draussen ist und das dünne Maskenrahmentesasandwich liegt drin, dann wird die Duka aus dem nun vorhandenen Ritz nur so geflutlichtet. Ich habe den Schlitz dann mit dunklem Papier an den drei offenen Seiten des V.kopfes abgeklebt, aber auch das fühlte sich wieder nicht sehr professionell an. Wie macht Ihr das, habt Ihr Euch eine extra Negativbühne gebastelt?

4
Ausrichten
Nachdem das Negativ und das Licht im V.Kopf eingesperrt waren, konnte ich es nicht mehr ausrichten, denn ich hatte ja alles sauber zugeklebt... also alles wieder auf und hoffentlich verschiebt sich beim neu Abkleben dann nix...

Letzenendes habe ich nach viel Fummelei einen fusselfreien Abzug hinbekommen. Aber irgendwie war es nicht das gelbe vom Ei. Ich bin arg selten in die Duka und habe wenig Erfahrung - was mache ich falsch?

Viele Grüße, Oliver


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#2

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.01.2011 07:15
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Zitat von oliver.k

3
Lichtleck am Vergrößerer
Um das "Sandwich" in den Strahlengang zu bringen, habe ich bei meinem Durst M601 die Sivoneg-Glasbühne (4 Flächen - das kann eine Stauborgie sein!) rausgenommen und da das "Sandwich" eingelegt. Licht aus, Vergrößerer an - und ich stehe voll im Hellen: Die Originalbühne ist ziemlich massiv und einen guten cm oder mehr dick, wenn die draussen ist und das dünne Maskenrahmentesasandwich liegt drin, dann wird die Duka aus dem nun vorhandenen Ritz nur so geflutlichtet. Ich habe den Schlitz dann mit dunklem Papier an den drei offenen Seiten des V.kopfes abgeklebt, aber auch das fühlte sich wieder nicht sehr professionell an. Wie macht Ihr das, habt Ihr Euch eine extra Negativbühne gebastelt?

was mache ich falsch?



Ähem - Du hast die Masken NICHT in die Sivoneg-Bühne gebaut?
Du musst natürlich schon die Gläser aus der Sivoneg rausnehmen und die Masken reinmachen.
Die sind ja auf einer Längsseite angeschrägt. Mit der flacheren Seite schiebt man die unter die Metallamelle, die sich an der Sivoneg befindet. Die Masken (nehme mal an dass es die gleichen sind, die ich auch mal bekommen habe) sind leider etwas dicker als die originalen. Mna muss vorsichtig sein, dass man die federnde Lamelle nicht kaputtdrückt.

Zu einem Punkt muss ich zustimmen: Eine Maske (6x6 glaube ich) war etwas zu groß, so dass das Negativ nicht allseitig abgedeckt wird. Das ist aber nicht so tragisch.
Bei 6x6 bin ich eh wieder zu den Gläsern zurückgekehrt. Die Planlage mit Masken ist nicht so gut.
KB mit Masken geht gut.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
zuletzt bearbeitet 17.01.2011 07:16 | nach oben springen

#3

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.01.2011 12:51
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

.

Letzenendes habe ich nach viel Fummelei einen fusselfreien Abzug hinbekommen. Aber irgendwie war es nicht das gelbe vom Ei. Ich bin arg selten in die Duka und habe wenig Erfahrung - was mache ich falsch?

Viele Grüße, Oliver

Der Fehler ist, daß du nicht einen Original- 4,5x6- Negativhalter gekauft hast.
Nach ähnlichen Versuchen an meinem 4x5" Fachvergrößerer habe ich mir nach und nach alle Filmbühnen angeschafft: 9x12 hatte ich, 4x5" nachgekauft, desgl. 6x9, 6x6, und 24x36mm. Und alles aus Kanada weil da der Hersteller sitzt. Jetzt ist Ruhe.
Gruß
phosphor











[/quote]


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Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
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#4

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 02:17
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.

Allgemeines zr Maske bei mir.

Bis 6x9 bin ich glaslos.

Meine genau auf Negativ-Grösse gearbeiteten Einlege-Metallmasken (1x Oben und 1x Unten)
haben auf der unteren Metallmaske, auf der Breitseite, eine 5mm breite Klebefläche aufgesprüht bekommen.
Daran haftet dann das Negativ. Darüber wird die 2. Deckelhälfte der Metallmaske gelegt.
Vorteil:
Das Negativ haftet spontan an der Maske ohne sich beim Einlegen zu verdrehen.
3 Seiten sind frei um sich bei Wärme auszudehnen.

Über Kopfhöhe gehalten hauche ich das Negativ von 2 Seiten an, damit es sich nicht statisch aufläd. Bei „über-Kopfhöhe“ kommt auch beim Hauchen kein Speichel an das Negativ.
Eine ganz flache kleine Taschenlampe oben und anschliessend unten auf die Maske gelegt, lässt im dunklen jedes Staubkorn erkennen. Mit einem dicken Gummiblasebalg aus der Apotheke wird gepustet. Festsitzendes kann mit dem Gummirüssel wechgerubbelt werden.

Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#5

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 03:12
von oliver.k • Mitglied | 96 Beiträge

Hallo Phosphor, bitte schreibe doch mal, wer das ist, der Hersteller, und wie Du die bezogen hast, die Halter. Würden die auch für den DURST M601 passen (der ist aus Italien, oder?) grüße, Oliver


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#6

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 03:13
von oliver.k • Mitglied | 96 Beiträge

Hallo Joachim,

hmmmm, ne, hab' ich nich'... das erklärt natürlich einiges.... fast alles sozusagen. Danke! Oliver


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#7

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 03:18
von oliver.k • Mitglied | 96 Beiträge

Hallo Berthold,

das sind wirklich interessante Details, die Du hier offenbarst. [Ich stelle mir gerade Robert Lembke von "Was bin ich?" (kennt das noch jemand?) vor, wie er nach der typischen Handbewegung fragt, und dann zeigst Du ihm das Negativüberkopfanhauchen :-).]

Wo hast Du denn Deine Masken her? Baust Du die auch in eine Bühne/Träger ein (klang mir nicht so)? Wie ist das bei Dir mit dem Streulicht aus dem VK? Und der Kleber hinterlässt keine Spuren? Musst Du den erneuern?

Fragen über Fragen...
staunt
Oliver


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#8

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 06:41
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Also wenn Du einen Durst M601 hast, dann brauchst Du auch die Masken dafür (oder aber jemand stellt passende Masken dafür her).
Die Maskensätze "SIVOMA 35" bzw. "SIVOMA 66" gibts bei Ebay. Sind aber relativ teuer.
Für 4,5 x 6 glaube ich heisst der Satz "SIVOMA 45". Der dürfte aber extrem selten sein.
Ich habe selbst einen Durst M70. Der benutzt die Negativbühne Sinoneg aber es passen auch die Sirioneg und Sivoneg.
Alle diese Negativbühnen nutzen ein Einlagefach für Gläser oder Masken mit ca. 64 x 75 mm Außenmaß.

Um die Gläser herauszubekommen, muss man die in Richtung der Metalllamelle schieben. Diese biegt sich nach oben weg und das Glas rutscht aus den beiden Rastnasen der gegenüberliegenden Seiten raus.
ACHTUNG: Man bricht leicht Ecken aus dem Glas raus, wenn das an den Rastnasen verklemmt! Ich spreche aus Erfahrung .
Umgekehrt schiebt man die Masken rein und zwar erst unter die Metallamelle, diese zusammendrücken, und dann in die Rastnasen einrasten.

Die Gläser heissen übrigens "SIVOGLA" oder "SIXGLA" für Normalglas und "SIVOGLA AN" für das matte Anti-Newton Glas.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
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#9

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 09:25
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Halo Oliver
> Wo hast Du denn Deine Masken her?
Zwei VG besitze ich. Einen für KB und einen für GF.
Den KB (Meopta) habe ich umgebaut.
Eine 10mm dicke Pertinaxplatte mit 30x40mm Durchbruch zum Einschieben
ersetzt die Originalbühne. Einen Lichtdichten Kragen um die 3 Seiten habe ich angeklebt.
Darauf passen dann 2mm starke Aluminiumplatten (oben und unterplatte) mit dem 24x36mm Durchbruch.

Der GF-VG hat Serienmäßig auch Metallplatten und Gläser wahlweise bis 13x18cm.
Meine habe ich aus 2mm Aluminium passend gesägt und gefeilt. Geht prima und kostet nichts.

> Baust Du die auch in eine Bühne/Träger ein (klang mir nicht so)?
Die 2 Platten werden also auf die Halter auf/eingelegt.

> Wie ist das bei Dir mit dem Streulicht aus dem VK?
Bei dem KB-Meopta lege ich bei sehr dichten Negativen ein Trockentuch um die lichtundichten Stellen. Das minimale Streulicht strahlt aber nur waagrecht in mein Labor. Normalerweise stört das nicht.
Der GF-VG kennt solche Dichtigkeits-Probleme nicht.

> Und der Kleber hinterlässt keine Spuren? Musst Du den erneuern?

Mein „KWB“ Sprühkleber 500ml kann man wieder lösen und ist für Fotos zum kleben ausgewiesen.
Er hinterlässt keine Spuren, zumal das Negativ ja nur am außersten Rand geklebt wird.
Gut 100 Klebungen hat er bis jetzt problemlos gehalten. Der hält auch noch ne Weile.
Schwarzer Mattlack zum Sprühen auf die Alu-Platten sollte schon etwas länger getrocknet sein, bevor man Sprühkleber aufträgt.

Wenn ich RC Papier schnell-belichte, benutze ich eine 8mm dicke Pertinaxplatte (besteht aus dunklem harzgetränktem Papier), die auch mit diesem Kleben eingesprüht wurde. Darauf die RC-Papiere. Alles bleibt plan beim randlosen Belichten Mit grauem Gewebeisolierband klebe ich um die Papieraußenmaße einen erkennbaren Rand zum Ausrichten. Mit weißem nur fixiertem Originalpapier stelle ich den Maßstab und die Schärfe im hellen VG-Licht ein. Dann wechseln auf unbelichtetes Papier und belichte. Das graue Isolierband hilft jetzt beim passgenauen aufkleben vom noch unbelichteten Papier. Auf meinem Einstellpapier habe ich mit dem Edding mehrer Ausrichtlinien grob im goldnen Schnitt gezeichnet. Daran kann man gut die Negativ-Senkrechten wie Häuser und Bäume ausrichten.
Baryt ist aber zu störrisch, das lässt sich beim Belichten so nicht plan kleben.
Das war es aus dem Sauerländer SW-Labor.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 18.01.2011 09:28 | nach oben springen

#10

RE: Glaslose Negativbühnen - Erfahrungen und Fragen

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.01.2011 13:00
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von oliver.k
Hallo Phosphor, bitte schreibe doch mal, wer das ist, der Hersteller, und wie Du die bezogen hast, die Halter. Würden die auch für den DURST M601 passen (der ist aus Italien, oder?) grüße, Oliver



Hi Oliver,
ob die passen weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls sind das zwei Sandwichplatten (Metall) mit den immer gleichen Außenmaßen 14x20cm, je 2mm dick und verschiedenen Ausschnitten für alle Formate die es überhaupt gibt. Führungsstifte der unteren Platte greifen in Bohrungen der oberen und führen so den Film. Die untere Platte hat noch einen 2mm dicken Führungsrahmen für meinen Super Chromega Vegrößerer,der läßt sich aber abschrauben, dann sind alle Flächen eben. Man könnte die also problemlos für andere Vergrößerer zuschneiden, falls die Gesamtdicke von 4mm paßt.
Hier mal die Firma:
http://www.khbphotografix.com/omega/
(die dann folgende Warnung kannst du übergehen)
Ich habe denen eine email geschrieben, daß ich einen 4x5" "Negative carrier" brauche.
Email: sales@khbphotografix.com

Es kam ein Formular wo ich meine VISAcard eingegeben habe und nach einer Woche war das Teil da.
Gesamtpreis mit allen duties, taxes, Zoll, 76,-€

(Der Vergrößerer selbst hat 1980 mal ca 5000,- DM gekostet, aber Ersatztteile gibts immer noch

So, vielleicht hilft dir das ja
Gruß
phosphor

Ps: die Negative carrier gibts auch mit Glas, meine sind ohne wg.Staub


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zuletzt bearbeitet 18.01.2011 13:04 | nach oben springen






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