#1

Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 01.10.2010 03:26
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Zoomobjektive sind für das leichte Gepäck eine angenehme Sache. So reichen die Zooms teilweise vom Weitwinkel bis in den Telebereich.
Auch lassen sich mit Zooms beim fotografieren Effekte erzeugen.
Allerdings habe ich mit Schiebezooms, vor allem in der Langzeitbelichtung auch negative Erlebnisse. So kam es bei verschiedenen Zomms vor, das sie leicht nach unten gerichtet sich durch die Schwerrkraft verschoben haben, teilweise nicht viel - aber die Aufnahme war hin.
Aus dem Grund suche ich jetzt eher Dreh- als Schiebezooms. So hat mein "neues" Canon FD Macro 35-70mm eine Drehfassung um die Brennweite zu verstellen.

Wie sind eure Erfahrungen und gibt es Tricks um zu leichtgängige Schiebezooms wieder "schwerrgängig" zu machen?


Steve
zuletzt bearbeitet 01.10.2010 03:26 | nach oben springen

#2

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 01.10.2010 07:01
von Bernd 54 • Mitglied | 303 Beiträge

Zitat von Penta
Zoomobjektive sind für das leichte Gepäck eine angenehme Sache. So reichen die Zooms teilweise vom Weitwinkel bis in den Telebereich.
Auch lassen sich mit Zooms beim fotografieren Effekte erzeugen.
Allerdings habe ich mit Schiebezooms, vor allem in der Langzeitbelichtung auch negative Erlebnisse. So kam es bei verschiedenen Zomms vor, das sie leicht nach unten gerichtet sich durch die Schwerrkraft verschoben haben, teilweise nicht viel - aber die Aufnahme war hin.
Aus dem Grund suche ich jetzt eher Dreh- als Schiebezooms. So hat mein "neues" Canon FD Macro 35-70mm eine Drehfassung um die Brennweite zu verstellen.

Wie sind eure Erfahrungen und gibt es Tricks um zu leichtgängige Schiebezooms wieder "schwerrgängig" zu machen?



Hallo Penta,

ich tendiere auch lieber zu Drehzooms. Ich hatte mal das Canon 70-210, 1:4. Bei diesem Objektiv war der "Fahrstuhleffekt" stark ausgeprägt und habe dadurch auch die Erfahrung gemacht, das sich die Brennweite unbemerkt verstellen kann. Dieses Objektiv habe ich aber nicht mehr. Zwischenzeitlich habe ich div. Tokina-Objektive aus der AT-X Reihe preiswert erstanden, darunter das 80-200mm, 1:2,8. Bei diesem Objektiv muß man spürbar Kraft aufwenden, um den Anfangspunkt zu überwinden, bis sich die Brennweite verstellen läßt. Hat man den Anfangspunkt überwunden, dann läßt sich der gesamte Brennweitenbereich butterweich verstellen. Sobald eine Brennweite eingestellt ist, habe ich den Eindruck, das da irgendwie eine Art "Bremse" gegen unbeabsichtigtes verstellen oder gegen den Fahrestuhleffekt wirksam wird. Ich weiß nicht, ob das Tokina bewußt so gemacht hat, aber ich empfinde das als sehr angenehm.
Ferner habe ich dann noch das Schiebezoom 150-500mm 1:5,6. Wenn ich mit diesem Objektiv die Brennweite und den Fokus eingestellt habe, dann kann ich sogar mit einer Rändelschraube am Tubus arretieren. Als Drehzooms habe ich dann noch ein 28-85mm und ein Sigma 28-200mm. Wie man zu leichtgängige Schiebezooms schwergängig macht, so kann ich mir vorstellen, das man die Mechanik mit eine speziellen Fett höherer Konsistenz neu einfettet. Im übrigen denke ich, das auch die Umgebungstemperatur eine Rolle spielt, d. h., das sich bei niedrigen Temperaturen das Objektiv etwas schwerer verstellen läßt. Ich würde mich aber nicht trauen, selbst am Objektiv Hand anzulegen, um das Manko der Leichtgängigkeit zu beheben. Dann lieber auf Drehzoom umsteigen.

Gruß
Bernd


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#3

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 01.10.2010 09:00
von mks • Mitglied | 864 Beiträge

Ich besitze zwei Zoomobjektive. Beide sind Drehzooms. Das Nikkor 20-35/2.8 kennt dieses Problem überhaupt nicht, ist aber als WW-Zoom auch sehr kompakt gebaut und verfügt über einen Innenfokus und Innenzoom. Auch ändert sich der Schwerpunkt beim zoomen kaum.

Leider ganz anders ist das Sigma 70-300. Egal ob beim fotografieren oder wenn es an der Kamera über der Schulter hängt: sobald es die waagerechte verlässt und man den Einstellring nicht festhält fährt es seinen Rüssel aus oder ein. (In der Regel eher aus.) Das nervt extrem, mehr noch als wegen versauter Fotos, weil ständig die Gefahr besteht irgendwo anzuecken. Gerade war das Teil schließlich noch halb so lang.

Gruß!
Markus


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#4

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 01.10.2010 10:29
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Die Zooms, die ich am wenigsten nicht mag, sind Drehzooms, weil der Bildausschnitt sehr viel präziser einzustellen ist und sich beim Fokusieren nicht verstellt - oder sich umgekehrt der Fokus beim Zoomen nicht verstellt (wenn es ein gutes Zoom ist). Ansonsten benutze ich mein einziges Zoom (für die Digi) fast ausschießlich bei Event und Action, wo für Objektivwechsel keine Zeit bleibt. Wenn ich kleines Gepäck haben will, dann ist das 50er an der Knipse.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


zuletzt bearbeitet 01.10.2010 10:31 | nach oben springen

#5

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.10.2010 10:23
von anTon • Mitglied | 6.858 Beiträge

Zitat von bilderknipser
. Wenn ich kleines Gepäck haben will, dann ist das 50er an der Knipse.




yepp, beim Wandern etc. ist das immer drauf. Die Drehzooms die ich im Gebrauch habe (20-35 und 28-105) bewegen sich aber nicht.


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Signatur vom Moderator zensiert
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#6

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.10.2010 10:30
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Deswegen halte ich inzwischen ja Drehzooms auch für die besseren Zooms


Steve
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#7

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 03.10.2010 11:37
von uthaburn • Mitglied | 1.631 Beiträge

Hallo Freunde,
interessante Diskussion. Ich bevorzuge wenn es schnell gehen muss Schiebezooms, meine Vario-Elmare 4.5/75-200 und 3.5/35-70 bewegen sich auch nicht von alleine, allerdings muss ich zugeben, dass ich auch schon Schiebezooms hatte die das ganz von alleine bewerkstelligten (Tamron und Canon)und der Erdanziehungskraft unterlagen. Ein Schiebezoom hat definitiv seine Vorteil der schnellen Focussierung und genau aus diesem Grund halte ich Schiebezooms für Vorteilhafter. Die Elmare lassen sich allerdings auch nur mit sanfter Kraft nach vorne und nach hinten bewegen, hier sind die Fette wahrscheinlich dicker, als bei einigen anderen Herstellern. Es gibt auch Drehzoome die sich von alleine bewegen, sobald sie nach unten zeigen (Tokina an meiner Canon DSLR).
Ich finde das allerdings auch nicht so wahnsinnig tragisch, man focossiert eh immer neu.
LG
Frank


alles was Klack macht !!

http://home.fotocommunity.de/rolleiflex/index.php?id=1353326


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#8

RE: Schiebezoom versus Drehoom

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 03.10.2010 21:15
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

extrem ist mir mein Maginon 60-300mm aufgefallen. Sobald es die Chance einer Verfolgung der Anziehungskraft hat, verstellt sich das Teil, Das wiederum führt dann Stativ und "Langzeit" Belichtung als sinnlos. Das mein Canon 35-70mm Marco als Drehzoom ausgeführt ist, lässt besssere Erfahrungen erwarten - wobei jetzt ist erstmal mein T90 defekt.


Steve
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