#1

Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.03.2010 10:12
von quacky • Mitglied | 1 Beitrag

Hallo

Ich bin Schüler und habe früher analog mit billigen AF Kompaktkameras fotografiert, in letzter Zeit mit der Exa 500 (SLR aus der DDR)... Na ja, auf jeden Fall habe ich mir jetzt noch eine Olympus 35SP gekauft.
Nun gibt es in unserer Schule eine Dunkelkammer die keiner benutzt und mir voll und ganz zur Verfügung steht. Ich habe jetzt schon zwei Mal entwickelt (mit den Materialien, die noch da waren), einmal SW Negative und dann auf Papier und einmal Farbnegative einfach SW auf Papier gebracht. Ich muss halt Papier und Chemikalien selber kaufen, aber ansonsten ist alles da...

Was würdet ihr mir für eine Kombination aus Film, Papier und Chemikalien raten?
Oder soll ich Farbfilme belichten, beim Rossmann entwickeln lassen und dann SW auf Papier bringen, damit ich im Zweifel noch die Farbinformation habe?

Vielen Dank,
quacky


Oh, sorry, war im falschen Unterforum...

PS: Ich habe gemerkt, das man kaum Fehler machen darf und ich bin nicht immer konzentriert, vl. also etwas fehlertolerante Möglichkeiten?


zuletzt bearbeitet 23.03.2010 10:26 | nach oben springen

#2

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.03.2010 21:31
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo quacky,

willkommen im Forum!

Schön, daß scheinbar doch immer wieder Freunde der klassischen Fotografie nachwachsen.

Analoge Papierabzüge mache ich keine (dazu werden Dir aber noch einige was sagen können - ich glaube aber, daß die Maskierung der Farbfilme SW-Abzüge von den Negativen erschwert), aber ich entwickle SW selbst (mit Tageslichtdöschen). Für den Anfang (der bei mir auch noch nicht sooo lange zurückliegt), würde ich einen klassischen SW-Film (mit Ilford Pan 50 und Foma 100 hatte ich z.B. auf Anhieb gute Ergebnisse) und Rodinal nehmen. Das ist dann halt richtig klassisch und man kann nicht viel falsch dabei machen. Ich bin selbst etwas schlonzig.

Diesen Link solltest Du aber kennen: http://www.digitaltruth.com/devchart.php - da findest Du Entwicklungsrezepte für alle möglichen Kombinationen.

Viele Grüße,
Nils


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#3

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.03.2010 23:22
von Stephan K. • Mitglied | 999 Beiträge

Hi quacky!

Hier ist ein interessanter Link, in dem alles Grundlegende über die sw- Film und Papierentwicklung steht:
http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag..._erste_schr.htm

Zum Papiervergrößern sind die Farbnegative wegen der Farbmaskierung nicht wirklich brauchbar. Im schlimmsten Fall sieht das Bild einfach grau aus mit miserablem Kontrast.
Insbesondere bei Gradationsvariablen Papieren ist das nicht zu empfehlen.

Nils hat dir schon eine Kombination Film-Entwickler-Kombi genannt die für den Anfang unbedenklich ist. Natürlich kannst du verwenden was du willst und wenn du drei Leute fragst wirst du (mindestens) fünf unterschiedliche Antworten erhalten.

Ich benutze z.B. von Ilford den HP5+ und den FP4+, beides entwickle ich entweder in Tetenal Ultrafin (NICHT Liquid) oder in Diafine.

Gruß,
Stephan


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#4

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.03.2010 23:38
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Zitat von Stephan K.

Insbesondere bei Gradationsvariablen Papieren ist das nicht zu empfehlen.



Bei einem Schullabor, das vermutlich 30 Jahre oder älter ist, solltest Du prüfen, ob die Vergrößerer Farbmischköpfe oder zumindest Filterschubladen haben. Ansonsten kannst Du das heute übliche kontrastvariale Papier dort nicht sinnvoll verarbeiten, sondern solltest mit festgraduiertem Papier anfangen.

Ich hatte zeitweise auch in unserem (für die damalige Zeit) ausreichend ausgestattetem Schullabor gearbeitet. Die Kammer wurde jedoch nicht ordentlich gepflegt und so habe ich mir dann mein eigenes Labor eingerichtet. Als einziger Nutzer solltest Du diese Probleme jedoch nicht haben :-))


Falls doch:

Ein Durst M301 (SW mit Filterschublade) ist mittlerweile für 1,00 € plus Versandkosten zu bekommen. Mit Farbmischkopf etwa 20,00€ bis 40,00€. Ich habe mit diesem Gerät 1976 angefangen und es funktioniert heute noch einwandfrei. Einlegefilter (bleichen im Gegensatz zu einem Farbmischkopf allerdings aus) kosten bei Foto Impex circa 10 €.) Das Gerät ist für Kleinbild ausreichend und kompakt gebaut.

vG

Karl


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#5

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.03.2010 01:50
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo quackie,

willkommen bei den Grottenolmen. Zu deiner Frage wurde ja schon das wichtigste erzählt.

Dann noch:
Papier - Adox Easyprint, gut und günstig, auch kleinere Packungseinheiten.
Positiv-Entwickler - Adox Adotol Liquid NE
Fixierer - Adolux Adofix

Warum Adox für den Positivprozess? Hochwertige Produkte ohne Schnickschnack zum günstigen Preis, m.E. ideal für den Anfang (und weit darüber hinaus). Gibt es z.B. bei Fotoimpex.


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#6

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2010 05:46
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

beim Papier kann ich dir empfehlen einfach mal in die Bucht zu schauen. Mit festgraduiertem Ilford-Papier habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Ziemlich am Anfang habe ich 17Kg Fotopapier quer Bett für 40Euro ersteigert. Damit hatte ich einen soliden Grundstock und konnte die verschiedensten Papiere testen. Allerdings solltest du nicht zu altes Papier nehmen, mit Papier aus den 70er Jahren ist mühselig zu arbeiten.

Grüße
Hans

Edit: Chemie frisch kaufen. Natürlich wenn bei dem ersteigerten Papier noch ein Fläschchen dabei ist, kann man das auch testen. Mit einer Flasche Multigrade-Entwickler hatte ich Glück. Als Papier-Entwickler schlage ich N113 vor, da er sich ewig hällt.


zuletzt bearbeitet 04.04.2010 05:49 | nach oben springen

#7

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2010 15:14
von Gelöschtes Mitglied
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Da muss ich mal wieder meine Gebetsmühle anwerfen.

Bitte keinem Duka-Neuling empfehlen, mit altem Material zu arbeiten. Woher soll ein Neuling z.B. wissen, ob ein Papier noch zu gebrauchen ist oder es schon schleiert oder die Gradation weich geworden ist, wenn er keinen astreinen Vergleichsmaßstab hat?

LG Reinhold


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#8

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2010 20:40
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Ich gehe davon aus, dass ein Schüler absolut kein Geld hat. Wer mit Restbeständen aus einer Schuldunkelkammer Erfolge hat, wird auch mit dem jüngeren Angeboten aus der Bucht zu recht kommen. Auf den Homepagen der Hersteller/Händler kann man die aktuellen Verpackungen sehen und entsprechend das Papier wählen. Man muss ja nicht gerade auf Brovira Veluto bieten. Ich habe auch mit den Papierschätzen (ca. 10-20J. alt) in der Uni angefangen. Mich als Anfänger, Student ohne Geld, hätte wesentlich mehr frustiert, wenn beim Üben und Probieren mit den entsprechenden Fehlversuchen der Eurozähler im Hinterkopf ständig hochgezählt hätte, als zu wissen, dass das Papier vielleicht eine Graduationsstufe weicher geworden ist.
Kontrastwandelpapier sollte allerdings frisch sein, da es relativ schnell verschleiert und/oder ultraweich wird. Und jemand, der mehr Geld als Zeit hat, sollte natürlich auch mit frischem Material arbeiten.


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#9

RE: Dunkelkammer bei und in der Schule

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2010 21:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hans Wöhl
Auf den Homepagen der Hersteller/Händler kann man die aktuellen Verpackungen sehen und entsprechend das Papier wählen. Man muss ja nicht gerade auf Brovira Veluto bieten.


Gerade die aktuellen Papiere sind bei Ebay eher selten zu bekommen. Und wenn, sind die erzielten Auktionspreise oft höher als ein günstiges nagelneues wie z.B. das von mir empfohlene. Uraltes Zeugs dagegen gibt es oft. Da ist die Gefahr, das Geld einfach zum Fenster hinauszuwerfen, sehr groß. Und rauszubekommen, welches Papier wann hergestellt wurde, ist eine Sysiphus-Arbeit.


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