#1

schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 30.10.2009 12:30
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

Hey Leute,
nachdem ich gestern die alte Videokamera meines Vaters (eine Siemens FA264 aus den 90ern) rausgekramt und ein bisschen probiert habe, stellte ich fest, dass es damit wesentlich viel mehr Spaß macht, als mit diesen kleinen pixeligen Camcordern. Man hat einfach fast festes in der Hand,
das ist schön. Nun bin ich in dieser Thematik nur total unwissend.
Wie war das bei den ganz alten Filmkameras damals...
...mussten die Bänder später noch entwickelt werden?

Ich hätte Lust darauf mit einer alten Kamera Schwarzweiß Aufnahmen zu machen. Frage ist nur, wie hoch der Aufwand wäre. Besorgung der Materialien -> Kamera, Bänder.. usw...
Müsste auch nicht unbedingt Ton dabei sein. FLOHMARKT?

Ich würde mich riesig freuen, wenn jemand hier ein paar Tipps und Aufklärende Worte für mich hätte. Bin gespannt auf jeden Beitrag.

Mit lieben Grüßen aus Bremen
N.


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#2

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 30.10.2009 12:32
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

Diese Farben mag ich allerdings auch sehr gerne..
http://www.youtube.com/watch?v=UT8I-EwP67Q

So schön.. Also hauptsache irgendwas, was sich dann später "bewegt".. :)


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#3

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 30.10.2009 13:02
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

video ist doch auf Magnetband, oder nicht? Braucht man nicht entwickeln. Wenn die Kamera keine SW-Funktion hat, dann läßt sich sowas vielleicht am leichtesten auf dem digitalen Weg erreichen.


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#4

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 30.10.2009 13:26
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Wenn ich es richtig verstanden habe wurde er durch eine (analoge) Videokamera zum Schmalfilmen inspiriert und will jetzt wissen, ob das was für ihn sein könnte.

In Antwort auf:
Wie war das bei den ganz alten Filmkameras damals...
...mussten die Bänder später noch entwickelt werden?



Im Normalfall ja, das Entwickeln kann in geeigneten Tanks auch selbst vorgenommen werden. Es gab da aber auch so einen Sofortbildschmalfilm von Polaroid, das ist aber lange schon Geschichte. (http://en.wikipedia.org/wiki/Polavision,...ome_and_Polapan)

In Antwort auf:
Ich hätte Lust darauf mit einer alten Kamera Schwarzweiß Aufnahmen zu machen. Frage ist nur, wie hoch der Aufwand wäre. Besorgung der Materialien -> Kamera, Bänder.. usw...
Müsste auch nicht unbedingt Ton dabei sein. FLOHMARKT?



Geht es um eine alte Videokamera für elektronische Bildaufzeichnung oder um eine echte Filmkamera? Im ersten Fall wäre die traditionelle Lösung eine Industrie-Videokamera (z.B. Grundig "Fernauge")die es auch für Schulen und Behörden gab, mit Videorecorder. Im zweiten Fall brauchst Du eine Filmkamera (Super8, Doppel8 etc.) und entsprechende Filme sowie einen Projektor. Während die Kamera und der Projektor nachgeschmissen werden, sind die Filme allerdings nicht billig, 3-4 Minuten (15 Meter) kommen mit Entwicklung gerne auf 30 EUR.

Die preiswerteste Variante für den Gelegenheistfilmer scheint mir jedenfalls Doppel 8 Film von Foma ineiner alten Federwerkskamera zu verschießen, da gibt es bei Wittner 2x10 Meter zu 9-10 Euro je nach Abnahmemenge. Für die Entwicklung wird wohl nochmal das gleiche Geld zu veranschlagen sein.

Ich glaube beim Schmalfilm bist Du dort (http://forum.filmvorfuehrer.de/) im Schmalfilmforum am besten aufgehoben, da schreiben Leute die wirklich aktiv filmen und einen Überblick über den Markt haben.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 30.10.2009 13:41 | nach oben springen

#5

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 31.10.2009 01:03
von Holger67 • Mitglied | 713 Beiträge

Da die Kamera aus den 90ern ist, gehe ich davon aus, das diese auf Magnetbändern aufzeichnet.
Google wirft etliche Camcorder Akkus bei "Siemens FA264" aus und Camcorder zeichnen meines Wissens auf Magnetbändern auf.

Gruß

Holger


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#6

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 31.10.2009 02:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo N.,

leider habe ich auf die Schnelle auch nichts genaueres zu dem Camcorder (so heißen die Dinger wohl) gefunden, angesichts des Alters dürfte es sich aber um ein VHS-Gerät oder ähnlich handeln. In den meisten dieser Geräte kam entweder eine stinknormal VHS-Kassette zum Einsatz, wie in den vielleicht noch bekannten Videorecordern. Oder es war eine VHS-C-Kassette, eine Kompaktversion, die sich mit einem Adapter in einem VHS-Recorder abspielen lässt.

Die Bildqualität der bezahlbaren Amateurgeräte dieser Zeit ist nach heutigen Maßstäben sehr enttäuschend. Allerdings kann das Suchtpotential enorm sein, die Zeit für die Nachbearbeitung am PC ist nicht zu unterschätzen. Da gehen für ein Filmchen schon mal ein paar Stunden, Tage oder gar Wochen drauf, je nachdem, was man vorhat.

Hier ein von mir selbst mit einer etwas neueren DV-Kamera produziertes Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=VTP1OGPyZ38

Das war das letzte von mir produzierte "Epos", dann habe ich mich wieder der Fotografie zugewandt.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 31.10.2009 02:39 | nach oben springen

#7

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 31.10.2009 04:04
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Der gesetzte Link war allerdings eine Aufnahme mit einer Super8 Kamera und gecrosstem Ektachrome-Film. Wird sich wohl bald zeigen, ob er auf Film oder Video drehen will.


gut Licht
Walter
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#8

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 02.11.2009 07:58
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

Hey! Danke erstmal für die Beiträge..
...also da mir der Aufwand zu groß wäre und ich die Möglichkeit nicht hätte, Filme dann zu entwickeln, suche ich wohl eben nach einer Videokamera auf Magnetband.
Gab es damals auch Videokameras mit Magnetband nur in schwarzweiß?
Leider find ich zu dem Thema recht wenig,
aber bestimmt könnt ihr mir weiter helfen.

Liebe Grüße


*


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#9

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 02.11.2009 09:12
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Als die Videokameras noch schwarzweiß waren, trug man den Videorecorder noch als "Paket" über die Schulter und schütteln durfte man auch nicht, weil dann das Bild kurzzeitig zusammenbrach, oder man hatte gleich den Ü-Wagen dabei; daher drehte man beim Fernsehen zumindest in Europa ohne Übertragungswagen bis in die 1980er auf Film und da war längst (fast) alles bunt.

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht an schwarzweiße Videoausrüstungen für Amateure erinnern, höchstens an die semiprofessionellen Kameras für Industrie- und Schulungszwecke ala "Grundig Fernausge" aus den 60er und 70er Jahren und da bräuchte man wieder ein separates Aufzeichnungsgerät, kann sich also nicht im Freien bewegen. Andererseits ist es doch unproblematisch an Schwarzweißbilder zu kommen - einfach die Farbsättigung am Fernsehgerät runterdrehen. Es dürfte aber auch nicht besonders schwer sein, den Farbhilfsträger auszuschalten, um aus den Aufnahmen Schwarzweißaufnahmen zu machen, wenn man sich ein bißchen damit auskennt (kenne mich leider nicht gut genug damit aus).

PS: Falls es wirklich etwas mit Schwarzweißbildaufzeichnung und mobilem Aufzeichnungsgerät gibt an das ansatzweise heranzukommen wäre, dann vermutlich nur wenig brauchbares Spielzeug für Technikverliebte aus den 1970ern oder aus Ostblockproduktion, wobei ich beides nicht so recht glaube.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 02.11.2009 09:24 | nach oben springen

#10

RE: schwarzweiß videoaufnahmen

in Studiotechnik 02.11.2009 09:52
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Zitat von Photoamateur
Es dürfte aber auch nicht besonders schwer sein, den Farbhilfsträger auszuschalten, um aus den Aufnahmen Schwarzweißaufnahmen zu machen, wenn man sich ein bißchen damit auskennt (kenne mich leider nicht gut genug damit aus).

:-) einfach beim S-Video-Stecker den Pin 4 abbrechen.

Erklärung:
Bei S-Video (der kleine runde Stecker, der so ähnlich wie ein Tastatur/Maus-Stecker aussieht und Standard ist bei DV-Camcordern und den besseren alten VHS, VHS-C und zwingend bei S-VHS Videokameras) werden die Helligkeits und Farbinformationen getrennt übertragen. Wenn man nun das Chrominanz-Signal "C" unterbricht, bleibt nur noch das Luminanz-Signal "Y" übrig, über das nur die Helligkeitsinformationen übertragen werden.
Beim sog. Composite-Signal werden diese beiden Signale zusammengefasst und über eine Leitung (idR mit Cinch-Steckern, gelb) übertragen.
Anders ist das bei SCART: Ein SCART-Kabel an sich beschreibt keinen Übertragungs-Standard sondern eigentlich nur einen Stecker-Standard. Daher gibt es auch immer wieder Probleme mit Scart-Verbindungen. Scart ist ein Stecker-Container, der Composit-Video, S-Video, RGB-Video, Ton und Steuersignale zusammenfasst. Hier ist es auch möglich das Chrominanz-Signal zu unterbrechen, Pin 15 ist im S-Video-Modus so beschaltet, das dort das Chrominanz-Signal liegt.
Noch was: S-VHS ist nicht S-Video! Auch wenn kaum ein Verkäufer den Unterschiede kennt und oftmals sogar in Bedienungsanleitung Mist drin steht, beschreiben beide Dinge etwas vollkommen anderes. S-Video ist ein Standard für eine Steckerform, S-VHS ist ein Standard für analoge Video-Aufzeichnung. Da allerdings jedes S-VHS-Gerät einen S-Video-Anschluss besitzt, wird das oft verwechselt.
Video steht immer für eine Aufzeichnungsmethode mittels elektronischer Bild-Wandler, entweder Wandlerröhren (ganz alt) oder CCD-Chips. Die Art der Aufzeichnung hat damit nichts zu tun, da es aber damals nur Magnetbandaufzeichnung gab, sind das alle analogen Video-Kameras mit Aufzeichnungsfunktion (es gab und gibt im prof. Bereich auch Kameras ohne Aufzeichnungseinheit, die großen Fernsehstudiokameras haben bis heute keine Aufzeichnungsmöglichkeit). Alles andere ist Film auf Celluloid-Basis

Beim Kauf muss man sich entweder für digital ((Mini-)DV, Flash, ...) oder analog entscheiden. Analog muss immer mit einem speziellen Konverter digitalisiert werden, damit das Video zur Weiterverarbeitung im Rechner landet. Bei digital arbeitenden Kameras gibt es neben der digitalen Übertragungsmöglcihkeit (meistens per Firewire) eigentlich immer auch die Möglichkeit der analogen Übertragung.
Die nächste Entscheidung ist der Wandler-Chip. Es gibt 1-Chip-Sensoren (kleiner, günstiger) und 3-Chip-Sensoren (größer und schwerer, da Prismen-System). 3-Chip-Sensoren sind Qualitativ um längen besser als 1-Chips aber auch entsprechend teuer und seltener.
Der beste 3-Chip-Sensor nutzt aber überhaupt nichts, wenn das aufgenommene Video per Composite-Video übertragen wird. C-Video ist so ziemlich das schlechteste, was man dem Video-Signal antuen kann; daher für das Bild immer S-Video oder Komponenten-Signal nehmen, der Unterschied ist gewaltig. Weniger in den Farben, als in der Schärfe, und die soll natürlich bei einem SW-Video auch stimmen.


viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas

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