#1

Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.09.2009 20:02
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hallo,

der Aküfi (Abkürzungsfimmel) schlägt zu , im Moment mach ich mir Gedanken zu Duka-Beli's. Ich schaffe es leider so selten in die Duka, dass ich nicht böse drum wäre (insbesondere bei MF, denn mangels Negativscanner bin ich auf Abzüge angewiesen, um die Bildergebnisse überhaupt kontrollieren und genießen zu können), wenn ich mir in den Arbeitsabläufen bis zum guten Bildabzug etwas Arbeit und auch Material sparen könnte. Das erhoffe ich mir von der Anschaffung eines Duka-Beli's.

Ich hab jetzt aufgeschnappt, dass die MP-Serie von FEM Kunze und der Hauck Trialux sehr gut sein sollen - könnt ihr das bestätigen? Gibt es noch andere empfehlenswerte Geräte? Und wie genau funktioniert der - einfach den Sensor auf das auf die Arbeitsfläche projezierte Bild richten und ausmessen?

Würd mich über Eure Erfahrungen in dem Bereich freuen.

Ciao Sven




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#2

RE: Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.09.2009 21:51
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Keine Ahnung von den einzelnen GEräten, und wie man sie verwendet. Prinzipiell stell' ichs mir schwierig vor, ein Gerät so zu kallibrieren, dass es so arbeitet, wie man will.
Was bei mir einen enormen Vorsprung bei der Geschwindigkeit (u.a. der Konstanz) gebracht hat, war, dass ich begonnen habe, ein Laborbuch zu führen. Schreibe mir also bei jedem vergrößerten Negativ auf, welchen Vergrößerungsmaßstab, welchen Filter, welche Blende und welche Belichtungszeit ich für den ABzug verwendet habe. Wenn ich jetzt ein anderes Bild vom gleichen FIlm vergrößern will, habe ich diese Werte als Ausgangswert. Für andere Vergrößerungsmaßstäbe gibts eine Tabelle, der ich die Verlängerungsfaktoren entnehmen kann. Für Filter hab' ich auch eine Tabelle für die ungefähren Verlängerungsfaktoren. Auf dem Kontaktabzug sehe ich ja dann auch, wie ein Negativ im Vergleich zum schon vergrößerten Negativ aussieht, komme da also mit etwas Kopfrechnen und abschätzen schon nahe dran. Oft sitzt dann der erste Probestreifen (der dann gar nicht mehr unbedingt eine Belichtungsreihe ist) schon ganz gut. Bisschen anpassen, fertig.
Das funktioniert eigentlich schon ziemlich gut, vorausgesetzt, man tauscht nicht (so wie ich) zwischendurch immer mal wieder seinen Vergrößerer, und benutzt auch keine 5 verschiedene Filme und 4 verschiedene Photopapiere...
Weiss nicht, ob es wesentlich unaufwendiger ist, sich in ein solches Gerät einzuarbeiten, als einfach Laborbuch zu führen. Kommt sicher auch auf den Durchsatz an.
Glaube, das Geld, das in ein anständiges Messgerät investiert werden muss, holt man nicht so schnell wieder durch eingespartes Material heraus. Und ob ganz auf Probestreifen verzichtet werden kann? Müßte mal jemand seine Erfahrung kundtun.
Grüße
Bernhard


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#3

RE: Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.09.2009 22:46
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Zitat von namir
Glaube, das Geld, das in ein anständiges Messgerät investiert werden muss, holt man nicht so schnell wieder durch eingespartes Material heraus. Und ob ganz auf Probestreifen verzichtet werden kann? Müßte mal jemand seine Erfahrung kundtun.



Das ist genau die Frage. Habe derzeit bei Ebay 4 unter Beobachtung (ein MP 151 (?), ein Gossen und zwei Hauck Trialux), laufen noch 1 - 1,5 Tage, aber bis jetzt sind sie erst knapp unter bzw. über 10 €. Ich hab keine Ahnung, wie viel die heut noch wert sind oder wie viel man tatsächlich dafür anlegen muss.

Ciao Sven




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#4

RE: Duka-Belis

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.09.2009 23:21
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Bei mir ist es so, dass ich fast jedes Negativ mit einer einheitlichen Zeit zu einem brauchbaren Abzug vergrößern kann. Die Änderungen die sich bei anderen Maßstäben ergeben, kann man recht gut berechnen und für die unterschiedlichen Papiersorten kann man auch Korrekturfaktoren ermitteln. Die Feinarbeit mache ich gerne am Abzug im Endformat.
Ich habe eine Messchaltuhr von Kindermann, mit der man einen Punkt messen kann. Sie schaltet das Dunkelkammerlicht während der Belichtung aus, darum benutze ich sie in erster Linie. Mit dem Sensor kann man gut einen Punkt anmessen, das Gerät auf Null abgleichen, den Vergrößerungsmaßstab ändern und bekommt beim Anmessen des gleichen Punktes die passende Zeit. Man erspart sich also die Rechnerei. Einen Faktor für eine Papiersorte zu ermitteln und dann in einem neuen Negativ auf Anhieb den passenden Punkt zu finden ist mir nie gelungen.
Dazu kommt auch, dass man die Belichtung und Gradation auch abhängig vom Maßstab anpassen muss. Ein 13x18-Abzug muss mit den entsprechend umgerechneten Werten nicht umbedingt den gleichen Bildeindruck ergeben wie einer in 30x40. Diese Arbeit kann ein "normales" Messgerät nicht übernehmen (bei deluxe-Lösungen wie von Heiland mag es anders sein).
Dann besitze ich noch einen "Wallner-Turm", der technisch wesentlich ausgereifter sein soll. Aber auch damit ist es mir nicht gelungen, einen "schnellen" pefekten Abzug zu erstellen. Dazu kommt, dass er die DuKa-Beleuchtung nicht ausstellt und deswegen sein Dasein als reines Densitometer fristet.
Es gibt Menschen, die hervorragend mit solchen Geräten arbeiten. Bei mir funktioniert meine alte Methode besser.

Swingende Grüße

Henning


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
zuletzt bearbeitet 24.09.2009 23:21 | nach oben springen

#5

RE: Duka-Belis

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 03:38
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Also lohnt die Anschaffung eher nicht ?? Bzw. kann ein solches Gerät nicht, was ich mir ggfs. erhoffe??




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#6

RE: Duka-Belis

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 06:39
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ich arbeite grundsätzlich nur mit dem Belichtungsmesser. Mit Probestreifen und Schätzungen kann man meiner Meinung der Negativqualität nicht gerecht werden. Das gilt natürlich insbesonders für meinen Lieblingsfilm, den Ilford XP2. Der Tonwertumfang der Negative ist so groß, daß jede andere Methode verschenkte Qualität ist.

Ich habe nach meinem Duka-Neustart bei Ebay auch wieder den gleichen Belichtungsmesser ergattert, den ich schon vor 20 Jahren benutzt habe: einen Wallner Report (heute Fa. Kunze). Er kann Integralmessung, was ich aber nie benutze, und Spotmessung, wozu die Meßsonde auf das Bild gelegt wird. Die Ermittlung der Gradation ist durch Kontrastmessung sehr einfach, und natürlich berücksichtigt der Belichtungsmesser die unterschiedliche Lichtmenge bei Maßstabsänderung, weil er ja das Licht mißt, das auf dem Papier ankommt - also im Prinzip wie Lichtmessung. Wenn man nicht jedes Mal eine Kontrastmessung machen will, was ja normal ist, dann hat man aber bald raus, welche Bildteile man für eine gute Belichtung messen muß. Klar produziert man am Anfang Ausschuß, bis man das gelernt hat. Bei Personen ist es übrigens ganz einfach. Da messe ich immer die Gesichter.

Daß der einfache Report auch nicht die Dunkelkammerbeleuchtung schaltet, ist natürlich lästig, wenn man jedes Bild neu messen muß, was aber garnicht notwendig ist. Mich stört es sowieso nicht, weil ich nicht in Schalen entwickle.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


zuletzt bearbeitet 25.09.2009 06:40 | nach oben springen

#7

RE: Duka-Belis

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 09:03
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Man lernt das Schätzen genauso wie das Messen. Es gibt ja Leute die sind der Meinung, daß man einen Belichtungsmesser erst dann anwenden kann, wenn man ihn eigentlich gar nicht mehr braucht.

Schätzen kann man so lernen: Man notiert seinen subjektiven Eindruck bei einem bestimmten Negativ und der Blende xy, ermittelt durch Probestreifen die korrekte Belichtungszeit (und ggf. Gradation) und notiert die dann ebenfalls. Diese Notizen werden systematisch festgehalten und liegen am Vergrößerer parat, dann kann man es irgendwann. wenn man allerdings nur selten in der Dunkelkammer ist, ist wohl ein Meßgerät besser.

Man kann dazu natürlich auch von einem oder mehrern Negativen einen tadellosen Abzug machen, auf der Rückseite Zeit und Blende notieren und dann legt man vor dem Beginn des Vergrößerns die genannten Negative ein und schätzt. Seinen Schätzfehler korrigiert man durch das Beispielbild.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 25.09.2009 09:09 | nach oben springen

#8

RE: Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 10:41
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von Grisu
[quote="namir"]Glaube, das Geld, das in ein anständiges Messgerät investiert werden muss, holt man nicht so schnell wieder durch eingespartes Material heraus. Und ob ganz auf Probestreifen verzichtet werden kann? Müßte mal jemand seine Erfahrung kundtun.



Das ist genau die Frage. Habe derzeit bei Ebay 4 unter Beobachtung (ein MP 151 (?), ein Gossen und zwei Hauck Trialux), laufen noch 1 - 1,5 Tage, aber bis jetzt sind sie erst knapp unter bzw. über 10 €. Ich hab keine Ahnung, wie viel die heut noch wert sind oder wie viel man tatsächlich dafür anlegen muss.

Hi Sven
Mein Ilford EM 10 hat ca 15 Euro gekostet, wird aber,glaube ich, nicht mehr produziert, erscheint aber zuweilen in der Bucht. Sehr gutes Teil.Jetzt habe ich noch einen Jobo Comparator2 erstanden,für 30€ (seltenes Teil)
aber mit mehr Möglichkeiten. Ohne Laborbeli könnte ich nicht arbeiten. Ganz ohne Probestreifen geht´s auch damit nicht, aber die brauche ich eigentlich nur beim ersten Bild.
Gruß
Horst


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Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
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#9

RE: Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 21:52
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von phosphor
4 unter Beobachtung (ein MP 151 (?), ein Gossen und zwei Hauck Trialux


MP151 kenne ich nicht. Wenn die Gossen Lunasixe mit Laborvorsatz sind oder sowas, dann finde ich die nicht sonderlich sinnvoll, weil sie den Vergrößerer nicht schalten. Haben die überhaupt beleuchtete Skalen?.

Warum sollte das in der Duka anders sein als beim Fotografieren? Da ist die Belichtungsmessung selbstverständlich und wird nicht angezweifelt. Oder macht Ihr ständig Belichtungsreihen? Probestreifen habe ich seit 100 jahren nicht gemacht, und mein Ausschuß wegen Fehlbelichtung ging/geht gegen Null.

Ich habe den:
http://cgi.ebay.de/Wallner-Report-Praezi...id=p3286.c0.m14
Der Preis in diesem Angebot ist allerdings unglaublich. Mit etwas Geduld - er wird selten angeboten - solltest Du ihn deutlich unter 50 Euro bekommen. Ich glaube, daß ich keine 20 bezahlt habe.

Gruß
Jochen


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zuletzt bearbeitet 25.09.2009 21:53 | nach oben springen

#10

RE: Duka-Beli's

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.09.2009 22:59
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Zitat von bilderknipser
Wenn die Gossen Lunasixe mit Laborvorsatz sind oder sowas, dann finde ich die nicht sonderlich sinnvoll, weil sie den Vergrößerer nicht schalten. Haben die überhaupt beleuchtete Skalen?.



Das ist der von Gossen:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...e=STRK:MEWAX:IT

Sieht mir nach keinem "normalen" Fotobelichtungsmesser mit Aufsatz aus , sondern eher nach einem Laborgerät...

Und das sind die anderen, die ich aktuell unter Beobachtung habe:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...e=STRK:MEWAX:IT
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...e=STRK:MEWAX:IT
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...e=STRK:MEWAX:IT

Gruß
Sven


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