#1

Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 10:27
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Hallo,

mich würde mal interessieren, was so die haltbarsten Entwickler auf dem Markt sind und wodurch sich die sonst auszeichnen.

Also Rodinal ist wohl die unangeschlagene Nummer 1.

Was gibts sonst so? HC-110 ist noch recht haltbar, was ich so weiß. Die Stainenden von Moersch leben zumindest mehrere Jahre wenn ich nicht irre.

Was gibt es sonst?

Gruß,
Christoph


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#2

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 10:51
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge
Rodinal hast du noch vergessen. Die Haltbarkeit soll ja legendär sein.

edit: oh sorry, hab dein Beitrag wohl nicht richtig gelesen.

Gruß
Alex


zuletzt bearbeitet 15.09.2008 10:51 | nach oben springen

#3

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 16:31
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Laut Mörsch soll mein "Finol", bestehend aus 2 Flüssigkomponeneten ,extrem lange haltbar sein, also midestens über 2 Jahre und mehr. Das war der Grund, nur noch mit Finol zu arbeiten. Ich benutze nichts anderes mehr. Wie schnell ist ein Jahr um und wieder kamen die Zweifel wenn man sich die umgekippten Farben einiger Entwickler ansah. Ende--Aus nur noch Finol für alles. Ich konzentriere mich jetzt mehr auf die Motive
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#4

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 17:41
von TTL (gelöscht)
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Rodinal ist legendär.
Es soll Leute geben, welche diesen Entwickler noch nach über 40 Jahren mit Erfolg eingesetzt haben.

Ein Link:
http://phototec.de/phorum/read.php?3,37962,38015#msg-38015



LG Horst






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#5

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 17:50
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Moin,

also, ich habe festgestellt, dass auch Tetenal Neofin blau - wohl bedingt durch die Verpackung in Einzelphiolen - sehr lange haltbar ist.

Gruß
Sven




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#6

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 20:17
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Noch ein Tip zu Finol mit preiswertem aber gutem Efke 25 / 120er Rollfilm.
Kein Vorwässern, Chemie auf 22°C, 60sec stetig kippen, dann alle 30sek 1x Kippen. Nach 510 Sekunden habe ich ein tolles Negativ das mir in meinem Laborator mit Filter 2,0 Wasser in die Augen treibt.
Finol 3,6 + 3,6 + 330cbcm Wasser reicht gut für 1 MF-Film Kippentwicklung.
(340cbcm? = ich benutze für alle Filme eine Mengen-Reduziereinlage in der Jobo-Entwicklerdose)
Ich habe seltener 2 Rollfilme zur gleichen Zeit zu entwickeln. Also bliebe die Jobo-Dose oft vom Film her nur hab gefüllt. Jetzt nicht mehr. Bei 2 Filmen setze ich 5,5ccm pro Part Finol für 465 ccm Wasser an. Das Gilt für alle meine Rollfilme Efke 25, D100/400, Tmax100/400.
Jetzt rechnet mal hoch, wie wenig so eine exelente Entwicklung pro Film kostet.
Problemlos alles steuerbar über die Entwicklungszeit (510...750s), Temperatur (22-24°C) und das Vorwässern.
(Nur Efke wird bei mir nicht vorgewässert.)
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#7

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.09.2008 21:29
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

@ Berthold,

ich gebe Dir recht, dass so eine exellente Entwicklung nicht viel kostet, insbesondere deshalb rechne ich die Entwicklermenge aber auch nicht ganz so knapp. Ich habe mir einmal einen Film versaut, weil ich auf der an der Dose angegebenen Flüssigkeitsmenge vertraut habe und der Film dann in den Ruhezeiten minimal nicht im Entwickler stand. Seit dieser Erfahrung setze ich bewusst immer lieber mehr Entwickler als angegeben an, in meiner Jobo-1000-Dose nutze ich 500 ml, bei der AP bei einem KB-Film ebenfalls, bei einem 120er in der AP schon 600 ml und bei 2 KB-Filmen in der AP 700 ml (hier war das damals mit dem versauten Film bei 630 ml...).

Dann lieber nach Füllen der Dose noch 20-50 ml Entwickler übrig als zu wenig. Eben genau deshalb, weil's nicht viel kostet...

Nur meine persönliche Erfahrung, nix für ungut.

Gruß
Sven




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#8

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.09.2008 05:06
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

In Antwort auf:
mich würde mal interessieren, was so die haltbarsten Entwickler auf dem Markt sind und wodurch sich die sonst auszeichnen.


Ich habe da nicht mehr so ganz den Überblick was derzeit auf dem Markt ist, aber worum geht es eigentlich? Nur Filmentwickler oder auch Papierentwickler, bezieht sich die Haltbarkeit auf Arbeitslösungen, ungeöffnete oder geöffnete Flaschen, oder Pulverkonzentrate.

Ich bin mir vollkommen sicher, daß ein 70 Jahre alter Filmentwickler in Pulverform noch zu gebrauchen ist, wenn er ordentlich gelagert wurde, oder eine gleichalte festverschlossene Glasflasche Rodinal (selbst wenn sie mal geöffnet wurde). Auch das besagte Neofin-Blau, lieferte nach 40 Jahren noch Ergebnisse. Wichtig ist vor allem die Aufbewahrung, selbst ein verdünnter Papierentwickler kann in absolut dichten und randgefüllten Flaschen über ein Jahr leben. Ich habe schon erlebt, daß verdünnter Eukobrom die Stammlösung überlebt hat, seitdem fülle ich Flüssigkonzentrate nach ihrem Anbruch in DIN-konforme Braunglasflaschen.


gut Licht
Walter
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#9

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.09.2008 08:07
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Hallo,

du hast recht, ich hab das zu schwammig ausgedrückt. Ich meinte Flüssigkonzentrat-Negativ-Entwickler.

Die die jetzt genannt wurden, hatte ich doch außer Neofin eh schon oben genannt (oder angedeutet). Aber das wars sonst? Hm...ich spiel immer noch mit dem Gedanken es mal mit Finol zu probieren. Momentan fehlt mir dazu aber das geld. Und ich hab irgendwie ein bisschen Angst, dass Stainende Entwickler den Bildern eine wenig das nehmen, was ich für analogen Charme halte. Aber da kann ich ganz arg irren.

Gruß,
Christoph


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#10

RE: Die Haltbarsten Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 18.09.2008 04:45
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge
Hallo,

ich habe meine Meinung im Prinzip schon gesagt, das Wichtigste ist, daß die angebrochenen Konzentrate und Arbeitslösungen luftdicht verschlossen werden. Dazu nehme ich die bereits oben erwähnten Braunglasflaschen und fülle die Fehlmenge mit Glasperlen auf. Dann kommt man auch nahezu garantiert auf über ein Jahr Lebensdauer mit den meisten Entwicklern.

Ansonsten: Zu dem "stainenden" Finol, zu deutsch bezeichnet man solche Entwickler als gerbende Entwickler, sie arbeiten für gewöhnlich auf Pyrogallol oder Brenzkatechin-Basis. Der Trick ist, daß die Negative relativ steil, aber doch zart entwickelt werden und dann nach grün oder braun gegerbt werden, wodurch sich die Kantenschärfe verbessern und das Korn zurückhaltend bleibt. Quasi Feinkornentwickler und Rodinal in einem.

Das Problem ist natürlich, daß sich die Gerbung auf die Abzüge auswirken kann, dabei wird festgraduiertes Photopapier (sofern es nicht grünempfindlich ist, also unter Gelbgrün verarbeitet werden kann) in den Lichtern aufgesteilt,Multigradepapier wird in den Lichtern dagegen abgeflacht.

Als man derartige Entwickler noch selbst nach Rezept ansetzte, weil es sie in Deutschland nicht zu kaufen gab, wurde ihnen nachgesagt, sie seien wegen der Inhaltsstoffe recht giftig.

gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 18.09.2008 04:49 | nach oben springen






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