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Tips zur Bildgestaltung / Information zu diesem Forumbereich

in [analoge] Bildergalerie / Besprechung 21.05.2006 00:12
von mike • Admin | 4.295 Beiträge
Bitte in diesem Forumsbereich nur max. 3 Bilder pro Thread einstellen. Es werden ausschliesslich folgende Dateitypen mit jeweils maximal 512 KByte & einer Größe von max. 640 X 480 Pixel unterstützt: .jpeg, jpg, .gif, .png, .sxw, .pdf, .txt, .doc
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1.-- DER GOLDENE SCHNITT:
Der goldene Schnitt ist ein bestimmtes Verhältnis von zwei Zählern, meisten Längen und Strecken, daß in der Photografie als ideale Proportion und als Inbegriff von Ästetik und Harmonie angesehen wird. Ferner trifft man es auch sehr oft in der Natur wieder. Im Klartext heist es, das der Bildaifbau in den meisten Fällen aus 2/3 und 1/3 besteht. Also Strecke "A" ist 2/3 lang und Stecke "B" ist 1/3 lang. Demzufolge können auch Bilder ( in der Regel Rechtecke) in diese Formation aufgeteilt werden.

2.-- DIE DIAGONALE:
Die Linienführung in der Fotografie ist von entscheidener Bedeutung. Es macht einen großen Unterschied, ob wir ein Bild, wagrecht, senkrecht, schräg oder diagonal aufbauen.
Unter einer Diagonalen, verteht man, daß eine Linie von links unten, nach rechts oben verläuft. Alle anderen verlaufenden, Linien nennt man Schräge. Diagonal verlaufende Linien, bringen Leben, Dynamik in das Bild. in den westlichen Ländern empfinden die meisten Leute dies als angenehme Linienführung, da es der Lese-und Schreibgewohnheiten entspricht.

3.-- DIE WAAGRECHTE:
Waagrechte Linienführung ( auch parallele), zu den Bildkanten, wirke "statisch". Peinlichst sollte vermieden werden nur eine PARALELLE oder WAAGRECHTE Linie in die Bildmitte zu stellen. Das wirkt, als wird das Bild zerschnitten.

4.-- SENKRECHT: / WINKEL:
Diese Bildgestaltungs-Möglichkeiten sind auch anzuwenden. Allerdins kommen diese nicht allzuoft vor.

5.-- PERSPEKTIVE:
Ein perspektiver Bildeindruck entsteht durch das zusammenlaufen von paralell, sich nach hinten verjüngende Linien. Wenn man so will, sind es zwei "Schräge". Der vordere Bildaufbau, ist hierbei dominant und der hintere, verläuft in der Tiefe des Bildes. Beim Betrachten, entsteht dadurch eine PERSPEKTIVE.

6.-- ORTSSYMBOLIK (unten/oben):
Unabähgig vom Bildformat ist dieses in horizontalen und vertikalen Linien begrenzt. Die Lage ist oben, unten, links und rechts. Diese Ortbezeichnunen werden bewusst oder unbewusst wahrgenommen. Was wird mit oben assoziiert? Licht, Freiheit, Leichtigkeit, geistig, göttlich, fliegen, aufsteigen etc.
Für unten werden uns dunkel, diabolisch, sinken, fallen, stürzen, gebunden, Schwere, liegen und weitere einfallen. Man kann die Ortssymbole oben und unten unterstützen bzw darmatieieren, indem das Bild oben hell und unten dunkel gehalten wird, indem schwere Bildelemente unten leichte jedoch oben angeortnet werden. Dieses läßt sich fast unbegrenzt erweitern.
Oder man versucht die gegensätlichen Eigenschaften auszugleichen indem Bildelemente ganz bewusst gegensätlich zur Ortssymbolik ins Format gesetzt werden. Oft läßt sich die Bildaussage verbesser wenn anhand dieser regel der Bildausschnitt verändert wird.

7.-- ORTSSYMBOLIK (rechts/links):
Fragen wir uns doch mal was uns zur Ortsymbolik rechts/links einfällt. Links: hin gehen, in die Ferne, Freiheit etc. Rechts: zurück, nach hause, gefangen, gebunden etc. Eine Bewegung eines Bildobjektes nach links entspricht dabei ein Streben ins Hellere, Leichtere, Fernere, Freiere und dieses je mehr desto weiter das Objekt im oberen Bildfeld entspricht. Siehe Punkt 6.
Umgekehrt entspricht die Bewegung nach rechts einem zurückkeheren, ins Gewohnte, in die Unfreichheit, zurück. Möchte man beispielweise bei einer gehenden Person ausdrücke das sie sich in die Ferne bewegt läßt man diese Vorteilhaft nach links schreiten.

8.-- Raumaufteilung (Raumaufteilung im Goldenen Schnitt)
Sehr ausgewogen in der Raumaufteilung ist der Goldene Schnitt. Es ist nicht notwendig das dieser genaustens eingehalten wird. Es reicht vielmehr wenn die Aufteilung andeutungsweise das verhältnis im Goldenen Schnitt darstellt. Auch ist es nicht notwendig das das Aussenformat sich genauso verhalten muß. Eine ausgwogene Bildaufteilung im Verhältnis 2:3
ist auch im quadratischen Bildformat möglich.

9.-- Raumaufteilung (Flächenverhältniss)
Die Bildobjekte selbst bilden ebenso einen sehr ausagekräftigen Flächenkontrast zueinander. Das Verhältnis von Fläche zu Objekt ist wesentlich in der Aussage. Sind Flächen wie Objekt im Verältnis 2:3 angeordnet, so ist zwar die eine kleiner als die andere wird aber nicht Minderbewertet. Schönes Beispiel sind hier Türen und Fenster die oftmals im Verhälnis 2:3 zueinander stehen.
Ist das Verhältnis kleiner z.b. 1:2, 1:3 oder vieleicht sogar 1:5 so wird die kleiner Form auch geringer Bedeutung haben. Das kann durch und hervorragend ausgenutzt werden.

10.- Raumaufteilung (Helligkeitskontrast)
Helle und dunkle Bildstellen stellen eine weitere möglichkeit zur Aufteilung dar. Ausblicke aus der dunklen Tür zum Beispiel zwingen den Blick zu dem Hauptmativ und erzeugen ggf eine klare Trennung zwischen Vorder und Hintergrund. Vorteilhaft ist es wenn das Verhältniss von hell zu dunkel wieder 2:3 beträgt.

11.- Raumaufteilung (Mengenkontrast)
Eine Gruppe in der alle sitzen die wir Photographieren wollen erscheint uns nicht auffälig sonders homogen. Steht oder sitz eine Person abseits so empfinden wir das als ungewöhlich. Es drängen sich folgende assoziationen auf Sonderling, schwarzen Schaf, Einzelgänger etc. Ählich reagieren wir wenn Haupt und Nebengruppe in so extremen Verhältnissen steht.
Möchte man eine kleiner Gruppe gleichberechtigt zu einer größeren setzen so sollte das Verhältnis der beiden Gruppen in etwa 2:3 betragen.
Dieses gilt nicht nur für Personen sondern naturchlich auch für Gegenstände, Strukturen etc.

12.-WIEDERHOLUNGEN:
Bilder bekommen durch gewisse WIEDERHOLUNGEN, eine gewisse Symetrie. Durch die Wiederholung wird der Blick von einem Bildpunkt zum nächsten geführt. Wiederholungen können entstehen, z.B. Eisenbahn-Schwellen, Mosaike, Bäume, Menschen, Autos in einer Reihe, u.v.m. Das Interesante daran ist die immer Wiederkehrende Gleichheit auch Symetrie genannt.

NACHWORT:
Was sollte man bei jeder Aufnahme beachen? Wie mache ich "überlegte" Bilder?. Ein paar Anhaltspunkte, welche man bedenken sollte, bevor man auf den Auslöser drückt (nicht Ballern).

* Was ist für mich an dem Motiv wichtig ?
* Was möchte ich an dem Motiv besonders hervorheben ?
* Was ist unwichtig und kann weggelassen oder vernachlässigt werden ?
* Welche Emutionen, Eindrücke oder Stimmungen möcht ich darstellen ?
* Wie kann ich das für mich wichtige, interesante, so festhalten,dass der Betrachter es auch
nachvollziehen kann ?
* Welchen Kamera-Standpunkt und Aufnahme-Abstand wähle ich ?
* Welche Brennweite wähle ich ?
* Welche Blende und welche Belichtungszeit wähle ich für diese (meine) Aufnahme ?
* Welches Licht wähle ich. Oder welches Licht habe ich zur Verfügung ?
* Welche BILDAUFTEILUNG wähle ich ?
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Vielen Dank an Horst & andreas für die Ausarbeitung dieser Anleitung - Super gemacht!
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Danke Mike, für die Loorbeeren !

Diese Ausarbeitung habe ich auch aus den "Net". Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Hab sie auf unsere Belange etwas zurechtgestutzt.
Sollte noch jemand etwas finden, was er für wichtig hält, oder etwas was ich vergessen habe, kann er sich gerne an mich oder an den Admin wenden.
Herzlichst ! Horst
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zuletzt bearbeitet 21.05.2006 08:56 | nach oben springen
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