#1

"Kleiner Studioguide" - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

in Studiopraxis/Anleitungen 01.04.2007 22:02
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Kleiner Studioguide - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

1.1 Grundsatz

Grundsätzlich ist der technische Aspekt in der Fotografie zu vernachlässigen, nicht umsonst gibt es den Grundsatz "Es ist unwichtig, mit welcher Kamera eine Aufnahme gemacht wurde, wichtig ist das Können desjenigen, der hinter ihr steht". Dieser Grundsatz trifft mehr oder minder auch auf die Personenfotografie zu. Auch mit einer sehr einfach gestalteten Ausrüstung lässt sich bereits viel erreichen, sowohl außerhalb auch als im Studio. Auch wird nicht unbedingt Studioequipment und überragende Studioerfahrung benötigt, gibt es doch in Deutschland ein reichhaltiges Angebot an Mietstudien, in denen der Einsteiger gute Erfahrungen sammeln und Hilfe vom Studiobetreiber erwarten kann.
Ist das grundsätzliche Interesse an der Studiofotografie aber geweckt, oder möchte man sich gar auf diesen Bereich spezialisieren, empfiehlt es sich, über die Jahre eine gewisse Ausrüstung zuzulegen, mit der sich im Studio gut arbeiten lässt.

Eines der wichtigsten Kriterien für eine Spiegelreflexkamera, die man sich für den überwiegenden Einsatz im Studio zulegt, sollte die Abblendtaste sein. Grade in der Aktfotografie wirkt das Spiel mit Schärfe / Unschärfe besonders reizvoll. Um hier jederzeit das Ergebnis auch vor der erfolgten Aufnahme kontrollieren zu können, sollte die Kamera über eine Abblendtaste verfügen, die es erlaubt, die Blende entsprechend zu schließen, um die Schärfeausdehnung kontrollieren zu können.




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#2

RE: "Kleiner Studioguide" - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

in Studiopraxis/Anleitungen 01.04.2007 23:03
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

1.2 Die Ausrüstung

Die benötigte Ausrüstung für die Studiofotografie lässt sich für den Einsteiger, den Fortgeschrittenen und den (Semi-)Profi unterteilen. Hierbei greife ich die Empfehlungen von M. Sigrist / M. Stolt (Die neue Aktfotoschule; s. Literaturempfehlungen) auf, da ich deren Aufzählungen für sehr gut halte. Zusätzlich erweitere ich die Auflistungen um eigene Erfahrungswerte.

1.2.1 Die Basis-Ausrüstung für den Einsteiger
- Spiegelreflexkamera mit der Möglichkeit, Wechselobjektive nutzen zu können
- Objektive: für den Einsteiger empfehlen sich zunächst übliche Zoomobjektive
* Standardzoom: 24 - 85 mm oder 28 - 105 mm Brennweite bei Kleinbild
* Telezoom: 70 - 210 mm, 70 - 300 mm, 100 - 300 mm
- Streulichtblenden zur Erhöhung der Brillianz der Aufnahmen
- System-Blitzgeräte mit einer Leistung von LZ 28 - 35 zum Aufhellblitzen
- wenn SW-Fotografie erwünscht ist, Orangefilter zum Schrauben oder von Cokin; persönlche Empfehlung: Cokin P-System

1.2.2 Die Basis-Ausrüstung für den Fortgeschrittenen
- hochwertige Spiegelreflexkamera, ggfs. ein Zweitgehäuse; die Vorteile liegen hier darin, unterschiedliche Filme (z.B. SW / Farbe) nutzen zu können und ein Ersatzgerät zur Hand zu haben, falls mal ein Defekt das Erstgehäuse lahm legt
- Objektive: vorzugsweise lichtstarke Festbrennweiten, ergänzt durch lichtstarke Zoom-Objektive
* Festbrennweiten: Portraittele 85 - 100mm, z.B. EF 85/1,8 oder EF 100/2 aus dem Canon-System
* Standardzoom: 28-70 mm mit Lichtstärke f2,8
* Telezoom: 70-200 mm, Lichtstärke zwischen f4 und f5,6
- Systemblitzgerät, LZ 40 - 60, evtl. mehrere Blitzgeräte mit Verbindungskabel
- Stativ, optimalerweise Dreibeinstativ
- Auslösekabel für die Kamera
- Polarisationsfilter, Orangefilter (für die SW-Fotografie), Weichzeichnungsfilter
- Aufheller (Faltreflektor mit den Farben weiß, silber, gold; ggfs. 5-in-1-Reflektor; alternativ bietet sich eine große, etwas dickere Styroporplatte als idealer Aufheller an)
- Universaltasche

1.2.3 Die Profiausrüstung
- 2 professionelle Spiegelreflexkameras mit unterschiedlichen Filmen
- Objektive
* Fisheye ~16 mm, lichtstarke Festbrennweite
* lichtstarkes Weitwinkel, ~ 17 - 20 mm, Festbrennweite
* lichtstarkes Normalobjektiv, z.B. EF 1,4/50 von Canon
* lichtstarkes Portraittele, z.B. EF 85/1,8 oder EF 100/2 von Canon
* lichtstarke Telefestbrennweiten, z.B. 135, 150, 200, 300 mm
- wahlweise Mittelformat-Kamera mit folgender Ausstattung / Optik, Lichtstärke f4 - f5,6
* Wechselmagazine für verschiedene Filme / Polaroidaufsatz
* Weitwinkel 50 mm
* Normalobjektiv 80 mm
* Portraitteleobjektiv 135 mm
* mittleres Tele 200 mm
- Kompaktblitzanlage mit bis 3 Köpfen á 500 Wattsekunden Leistung und das entsprechende Zubehör
- Handbelichungsmesser (Flashmeter, Blitzbelichtungsmesser)
- besonders stabiles Stativ (Dreibeinstativ)
- Auslösekabel Kamera
- Sortiment Faltreflektoren, Größen 50, 80, 120, 200 cm oder anderweitige Aufheller
- Filter-Sortiment: Polfilter, Gelb-, Grün-, Orange-, Rotfilter für SW-Fotografie, Goldfilter, Weichzeichnungsfilter
- stabiler Aluminium-Koffer, der leicht und stabil ist - dieser kann als Hocker oder als "Leiterersatz" dienen




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#3

RE: "Kleiner Studioguide" - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

in Studiopraxis/Anleitungen 01.04.2007 23:50
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

1.3 Das Heimstudio

Wie bereits erwähnt, lohnt es Denjenigen, der nur gelegentlich im Studio arbeiten möchte, ein Mietstudio in der näheren Umgebung zu suchen, welches in jeder größeren Stadt in Deutschland zu finden sein dürfte. Möchte man aber häufiger im Studio arbeiten, sich das Geld für Mietstudien auf Dauer sparen oder gar ein eigenes Studio aufbauen, lohnen sich hierzu entsprechende Überlegungen.

A. Die Räumlichkeiten
Zunächst sollte man sich einmal Gedanken darüber machen, in welchen Räumlichkeiten das eigene Studio entstehen soll. Hier gibt es im Groben 3 Alternativen:
- einen Wohnraum in der eigenen Wohnung, welcher bei Bedarf ausgeräumt wird und als Studio dienen kann; von dieser Möglichkeit mache ich selbst Gebrauch
- einen Keller, der ausschließlich als Studio eingerichtet wird und dem das Studio dauerhaft installiert werden kann
- eine angemietete Räumlichkeit, in der das Studio dauerhaft isntalliert werden kann

Egal, für welche Möglichkeit man sich dauerhaft entscheidet, die Räumlichkeiten sollten auf jeden Fall über eine gewisse Grundausstattung verfügen:
- Toilettennutzung muss möglich sein
- der Raum muss, grade für die Aktfotografie, auf 23 - 26° C beheizbar sein
- die Mindestgröße sollte 3,5 x 3,5 Meter betragen (aktuelle Grundfläche, mit der ich z.Zt. arbeite), idealer ist eine Grundfläche von 4 x 5 Metern
- Wasserzugang sollte möglich sein, eine Dusche wäre ideal, würde aber bereits gehobene Ansprüche erfüllen

B. Der Hintergrund
Grundsätzlich würde sich als Hintergrund für die Portraitfotografie eine einfarbige bzw. weiße Wand eignen, die mindestens 3 Meter breit und mindestens 2,3 Meter hoch ist. Hierbei sollte man aber aufpassen, dass bei Wänden schnell mal Fußleisten am Boden sehr störend wirken können. Auf jeden Fall sollte der Hintergrund neutral sein und ermöglichen, vom Modell freigestellt zu werden. Das Modell sollte mindestens 1 Meter vor dem Hintergrund stehen können, um heftige Schlagschatten zu vermeiden.
Besser ist aber ein Hintergrundsystem, mit welchem eine neutrale Hohlkehre gebaut werden kann. Hier kann man dann sowohl Portrait- als auch Aktfotografie in Angriff nehmen. Ein Hintergrundsystem besteht aus 2 Komponenten, einem Hintergrundmaterial und einem Haltesystem.

Kommen wir zunächst zu den Haltesystemen für den Hintergrund. Hier gibt es 2 Systeme:
- festinstallierbare Halterungen: eignet sich ideal für fest installierte Fotostudien, die nicht wie z.B. im Wohnzimmer oft auf und wieder abgebaut werden müssen
- Hintergrundstativsystem: ein klein zusammbaubares und in der Anschaffung nicht zu teures System aus zwei in der Höhe variierbaren Stativen und einer langen Querstange, die aus mehreren Bauteilen besteht. Dieses Hintergrundstativsystem ist perfekt für Räume geeignet, die eigentlich nicht als Studio gedacht sind (z.B. mein Wohnzimmer) oder aber für Außeneinsätze, z.B. am Strand

Beim Hintergrundmaterial gibt es wiederum 2 Möglichkeiten, beide in der erstmaligen Anschaffung ungefähr gleich teuer, beide mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Als Hintergrundmaterial eignet sich sowohl Hintergrundkarton, als auch lichtdichter Molton-Bühnenstoff. Die beiden Materialien sollen hier kurz vorgestellt werden:
- Hintergrundkarton gibt es in nahezu allen Farben und verschiedenen Breiten. Er ist in der Regel fest auf eine stabile Pappröhre aufgerollt und bietet neu 11 Meter. 2 Meter sollte der Karton mindestens breit sein, wenn man Teilportraits machen möchte, für Ganzkörperportraits sollte die Breite entweder 2,72 Meter oder 3 Meter betragen, damit man außer dem Model und dem Hintergrund keine störenden Ränder mit auf dem Ausschnitt hat.
Die Vorteile sind:
- in nahezu allen Farben / Farbgebungen / Farbmusterungen erhältlich
- wenn der Hintergrund verschmutzt (grade im Bodenbereich), schneidet man einfach das verschmutzte Stück ab und rollt neuen Karton von der Papprolle ab
- sehr gleichmäßige Reflexion des Lichtes
Die Nachteile hierzu sind aber:
- ist nicht feuerfest (was grundsätzlich erstmal kein handfestes Argument sein dürfte)
- reflektiert Licht (ist nicht immer gewünscht)
- die Rollen mit 2,72 bzw. 3 Metern Breite sind nicht einfach zu transportieren (in meinen Peugeot 307 bekomm ich meine 2,72 Meter-Rolle nur, wenn sie vorne aus dem Beifahrerfenster herausschaut

Als Alternative zum Karton gibt es den Molton-Hintergrundstoff. Molton ist ein lichtdichter Bühnenstoff, den es in einer leichten Variante 160 gr/m² und in einer schweren Variante 300 gr/m² gibt. Dieser Stoff ist absolut feuerfest, absolut lichtundurchlässig und kann hervorragend in der Waschmaschine genutzt werden. Ich empfehle Molton in einer Breite von 3 Metern und einer Länge von 6 Metern (Nutzung gut möglich ab 4 Metern) zu beschaffen. Ebay bietet hier ein wahnsinnig großes Angeobt.
Die Vorteile von Molton sind:
- absolut lichtundurchlässig
- feuerfest
- reflektiert Licht nicht, ideal bei schwarzem Molton z.B. in der Low-Key-Fotografie
Die Nachteile liegen aber auf der Hand:- bei Verschmutzung nicht ganz so einfach zu reinigen - schweren Stoff mit einer Fläche von 3x6 Metern kann man nicht mal eben in die Waschmaschine stopfen, geschweige denn gut trocknen; nur Absaugen möglich
- sehr begrenzte Farbauswahl
- Stoff kann bei der Lagerung Falten werfen - bei dieser Stoffgröße ist bügeln aber nahezu ausgeschlossen

Daher empfehle ich persönlich Folgendes:
- Molton-Stoff mit 300 gr/m² in schwarzer Farbe
- restliche Farben, insbesondere weiß, in Form von Hintergrundkarton
- erste Farbe, die man sich anschafft, sollte entweder weiß oder schwarz sein; die zweite Farbe die jeweils andere
- danach neutrale Hintergrundfarben anschaffen: babyblau, knallgelb, rot, grau oder braun

C. Die Beleuchtung
An Beleuchtung gibt es, wie so oft, wieder zwei Möglichkeiten, die wiederum einige Vor- und Nachteile haben. Hier gibt es
- Dauerlicht
oder
- Blitzlicht

Kommen wir zunächst zum Dauerlicht. Hier gibt es die günstige Variante, nämlich Halogenscheinwerfer aus dem Baumarkt, entweder mit 500 Watt oder mit 1000 Watt. Erfahrungsgemäß kommt man mit einer einzigen Lampe nicht weit, benötigt also Mehrere. Entscheidende Nachteile sind ein auf Farbfilm ausgeprägter Farbstich, so dass sich diese nur für SW-Fotografie anbieten. Zudem werden Halogenscheinwerfer sehr heiß. Was im Winter für das Modell angenehm sein kann, kann im Sommer zum Hitzestau führen. Vorsicht gilt allerdings, sich an heißen Geräten nicht die Finger zu verbrennen. Zudem darf auf die heiße Glasscheibe eines 1000-Watt-Strahlers kein Tropfen Wasser (oder Schweiß) kommen - die Scheibe kann dann heftig bersten. Dafür sind die Scheinwerfer sehr günstig in der Anschaffung.

Die Alternative sind Tageslicht-Dauerlichtlampen, wie sie der Fotohandel anbietet. Sie sind bei einer brauchbaren Leistung ungefähr 2/3 so teuer wie Kompaktblitzköpfe und entwickeln nicht so eine Hitze wie die kleinen Kontrahenten aus dem Baumarkt.

Dauerlicht ist aber eines gemeinsam: das harte, grelle Licht hält das Modell nicht ewig durch und kann auf Dauer zu Kopfschmerzen führen.

Wer regelmäßig in's Studio möchte, sollte sich jedoch für eine Kompaktblitzanlage entscheiden. Über das schwächere , entsprechend der Blitzleistung einstellbare Einstelllicht lässt sich der Licht-/Schattenverlauf gut kontrollieren, der Blitz wird nur beim Auslösen abgefeuert, es wird kaum bis keine Hitze verursacht. Zudem gibt es insbesondere für die Kompaktblitzanlagen eine riesige Anzahl an Lichtformern. Aus persönlicher Erfahrung kann ich Walimex-Geräte sehr empfehlen.
Für Räumlichkeiten / Studiogrößen bis zu 4 x 4,5 Meter eignen sich ein bis zwei Blitzköpfe á 260 Wattsekunden hervorragend. Bei einer größeren Studiofläche bis 5 x 5,5 Metern kommt man noch mit ein bis zwei Geräten á 300 Wattsekunden sehr weit, bei Räumlichkeiten von 6 x 7 Metern und größer sollten die Blitzköpfe schon 500 Wattsekunden oder mehr haben.





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Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#4

RE: "Kleiner Studioguide" - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

in Studiopraxis/Anleitungen 02.04.2007 00:02
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

D. Lichtformer

Wie bereits erwähnt, gibt es an Lichtformer umfangreiche Möglichkeiten, um seine Kompaktblitzanlagen aus- bzw. aufzurüsten. Auf die Wirkung wird im Kapitel 5.3 eingegangen, hier sollen sie nur kurz vorgestellt werden. Als da gibt es:

- den Standardreflektor: ist beim Kauf nahezu immer dabei, macht ein recht hartes Licht
- Wabeneinsatz für den Standardreflektor für weicheres, dunkleres Licht
- Softbox / Oktabox: Lichtwanne mit mindestens einer Diffusorschicht, meistens zwei Schichten. Softboxen sind viereckig, Oktaboxen rund oder achteckig
- Striplight: ist eine rechteckige Softbox, z.T. mit schwarzen Stoffvorsätzen, um weiches Licht zu machen
- Durchlichtschirme weiß: eine Diffusorschicht, nicht so wirkungsvoll wie Softbox / Oktabox, streut das Licht stärker, schwieriger auszurichten
- Reflexionsschirme gold / silbern: reflektieren das Blitzlicht und schaffen hier eine warme (gold) oder eine kalte (silber) Lichtstimmung, schwieriger auszurichten als beispielsweise eine Softbox
- Spotvorsätze: Verengungen, um nur kleine Bereiche auszuleuchten
- Farbvorsätze: Vorsätze für den Standardreflektor oder die Softbox, um farbiges Licht zu erzeugen / zu verstärken

E. Stative für die Lichtmittel
Hier gibt es nicht viel zu erwähnen. Es gibt Stativsysteme für Tageslicht-Dauerlicht- und für Kompaktblitzanlagen. Ideal sind Stative mit Luftfederung, die Erschütterungen wegstecken.

F. Aufheller
Für den Anfang kann sich der Einsteiger gut mit einer recht dicken (wegen Bruchgefahr), schneeweißen Styroporplatte helfen, die das Licht sehr gleichmäßig und durch die rauhe Oberfläche sehr gelungen streut. Zudem sind Styroporplatten im wahrsten Sinne des Wortes billig. Vorsicht ist aber mit Baustrahlern geboten, die Hitze bekommt den Styroporplatten nur begrenzt.
Etwas eleganter sind Faltreflektoren, die es in unterschiedlichen Farben und Größen gibt. Ideal ist ein 5in1-Faltreflektor (gold, silber, goldsilber, weiß, schwarz) in einer Größe mit 50 bis 105 cm Durchmesser.




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#5

RE: "Kleiner Studioguide" - Teil 1: Ausrüstung / Ausstattung

in Studiopraxis/Anleitungen 02.04.2007 00:11
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

1.4 Technische Hilfsmittel

Bleiben noch die technischen Hilfsmittel in der Studiofotografie. Hier sind zu nennen:

* Heizstrahler, damit dem Model nicht kalt wird
* sehr starker Fön oder großflächige Pappe, die stark gewedelt wird, um die Haare fliegen zu lassen
* Nebelmaschine um Effekte mit Nebel hervorzurufen
* Körperöl, um Glanz in der Aktfotografie hervorzurufen:
Oliven- oder Sonnenblumenöl zieht nicht in die Haut ein, verhindert Hautreizungen und sorgt für einen öligen Glanz;
Babyöle ziehen in die Haut ein und sorgen für einen seidigen Glanz
Grundsatz: nur braune Hauttöne einölen, um goldbraunen Glanz hervorzurufen. Weiße, helle Haut möglichst matt lassen !!
* Sprühpistole / -flasche mit Wasser gefüllt für Wassertropfen auf der Haut
* Wäscheabdrücke: lassen sich durch ein heißes, in der Mikrowelle erwärmtes Handtuch schnell beseitigen
* Einwegrasierer (Rasur sollte möglichst 2 Tage vor dem Shooting stattfinden, damit Hautirritationen beim Shooting nicht mehr zu sehen sind)
* Eisspray - zur Verhärtung der Brustwarzen
* Stativ - sorgt bei KB für mehr Schärfe (bei Dauerlicht unbedingt einsetzen !!), bei MF kommt man ohne Stativ kaum aus, wenn man mit Dauerlicht arbeitet; sorgt bei Blitzlicht für mehr Schärfe
* Kleidungsstücke, Modeschmuck, Schuhe, Hüte, Stoffe, Gardinen
* Accessoires: Schleifen, Bänder, Geschenkpapiere
* Rettungsdecke als bedarfsmäßiger Aufheller (Vorsicht: Wirkung meist sehr grell)
* Bademantel für die Pausen des Modells
* Stuhl, für das Shooting und für die Pausen


So, und hiermit endet mein erster Teil zum "Kleinen Studioguide".

Gruß
Sven




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