#1

Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 09:48
von Frank Eberle • Mitglied | 80 Beiträge

Hallo,

nach dem ich noch immer mit Trocknungsflecken auf Negativen zu kämpfen habe, habe ich mir die Frage gestellt, wie gut mein demineralisiertes Wasser tatsächlich ist. Dazu habe ich einige Tropfen des Wassers auf einen Cokin-Filter aufgebracht und trocknen lassen. Als das Wasser weggetrocknet war, waren deutliche Flecken auf dem Filter zu sehen.

Weiß jemand, ob es unterschiede in der Qualität von demineralisiertem Wasser gibt? Das Wasser, das ich verwende, hatte ich irgendwann bei Aldi gekauft.

Lässt sich der restliche Kalk eventuell durch Abkochen reduzieren?

Frank


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#2

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 10:32
von Annalog • Mitglied | 182 Beiträge

Hallo Frank,

ob Abkochen hilft, weiß ich jetzt nicht, mir wäre das auf jeden fall zu viel Aufwand. Aber auch ich habe mit demineralisiertem Baumarkt-Wasser nur schlechte Erfahrungen gemacht. Filmentwickler mit Leitungswasser angesetzt, war immer okay. Weil eine Zeit lang in fast allen Foren dieses demineralisierte Wasser dafür empfohlen wurde, habe ich das dann auch ausprobiert. Folge: Nach wenigen (3-4) Wochen schwammen immer Schimmelfäden in meinen sauber gespülten Glasfläschchen mit Entwickler-Stammlösung. Nach Rückkehr zu Ansatz mit Leitungswasser war damit wieder Schluss!

Ursache laut fachkundiger Information: die verwendeten Ionenaustauscher sind wahre Brutstätten für dieses Zeug. Das Wasser ist danach zwar weitgehend frei von Metallionen, aber dafür anderweitig verseucht. An meine Filme kommt das nicht mehr!

Mein Tipp gegen Trocknungsflecken: -> siehe hier

Gruß, Manfred
P.S.: Ich glaube es gibt mindestens so viele Empfehlungen für die ideale Film/Entwickler-Kombination wie für die ideale Methode zur Vermeidung von Trocknungsflecken.


 
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#3

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 11:57
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Warum sollte Abkochen den Kalk vermindern? Soll da der Kalk irgendwie "verdampfen"? Irgendwie ist mir die Logik dabei nicht ganz ersichtlich.

Daniel


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#4

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 12:10
von Esel18_24 • Mitglied | 429 Beiträge

Hi Daniel, beim Kochen schlägt sich etwas Kalk an den heißen Wänden nieder, deshalb auch der Waschmaschinenentkalker.
Es bleibt aber noch Salz und Kalk im Wasser.

Gruß Lutz


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#5

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 12:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Annalog
Ich glaube es gibt mindestens so viele Empfehlungen für die ideale Film/Entwickler-Kombination wie für die ideale Methode zur Vermeidung von Trocknungsflecken.


Hihi, das ist wohl wahr Die Papier-Abstreif-Methode verwende ich auch seit einiger Zeit, allerdings beidseitig, da ich sonst massenhaft Kalkflecken in der Emulsion bekomme. Bei uns bröckelt der Kalk aus der Leitung. Ein Kaffeefilter ist auch hilfreich, ich hab immer ein paar Liter gefiltertes Wasser auf Vorrat. Bei manchen Filmen hilft aber auch nur A. demin., Efkes z.B. kann man mit Abstreifen egal womit und egal wie vorsichtig wunderbar ruinieren. Diese Filme sind mein persönlicher analoger Albtraum. Weiterer Vorteil des beidseitigen Abstreifens: nach ca. 30 Minuten trocknen kann man den Film weiterverarbeiten. "Roll"-Filme machen allerdings so dem Namen auch alle Ehre. Bei Markenfilmen der großen Hersteller allerdings auf Acetat-Basis gibt es nie Probleme. PET? Bäh! Aber das ist eine andere Baustelle.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 04.04.2012 13:09 | nach oben springen

#6

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 17:30
von Annalog • Mitglied | 182 Beiträge

Hallo zusammen,

um aufwändige eigene Papiertests zu vermeiden: In einer einschlägigen Diskussion im einem anderen Forum war der Testsieger "Bounty"-Küchenpapier, in hartnäckigen Fällen in Kombination mit vorangehendem Einsatz einer Salatschleuder.
http://forum.phototec.de/read.php?3,58300

Gruß, Manfred


 
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zuletzt bearbeitet 04.04.2012 17:32 | nach oben springen

#7

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 21:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grommi
Efkes z.B. kann man mit Abstreifen egal womit und egal wie vorsichtig wunderbar ruinieren. Diese Filme sind mein persönlicher analoger Albtraum.



So schlimm sind die doch gar nicht zu verarbeiten. Ich gieße nach der Schlußwässerung im Bad Wasser mit ganz wenig Spüli drin aus einem breiten Meßbecher über den gerade und beschwert hängenden Film, so daß ein glatter, gleichmäßiger Wasserfilm ohne Tropfen auf der Emulsionsseite entsteht. Die Trägerseite wische ich am hängenden Film vorsichtig mit Küchenpapier ab. Bei 'nem HP5 streife ich beidseitig vorsichtig mit gefaltetem Küchenpapier ab, der trocknet dann natürlich schneller – Nachteile habe ich mit den Efkes aber sonst keine, ich finde die eher ziemlich problemlos und hatte noch nie Ärger mit den Teilen. Im feuchten Zustand niemals auf die Emulsion kommen, das ist alles. Und wir haben auch extrem hartes Wasser. Demineralisiertes Wasser nehme ich inzwischen gar nicht mehr.

Viele Grüße
Nils


zuletzt bearbeitet 04.04.2012 21:09 | nach oben springen

#8

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 22:00
von Gelöschtes Mitglied
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Ach Nils,

du hattest Pech mit den Minoltas, ich habe Pech mit den Efkes. Schwarze Flecken, schwarze Telegrafendrähte, kleinste bis riesige Emulsionslöcher, alles "ab Fabrik", durch miserables Rückpapier in Verbindung mit PET-Träger bedingter Lichteinfall, Drall ohne Ende, dann noch die Empfindlichkeit bei Verarbeitungsfehlern, und ja, Kalkflecken ohne Ende...... die Liste ist fast endlos. Ja, ich bin der Dau, weil ich das nicht alles restlos in den Griff bekomme wie alle anderen auch. Komisch, dass ich bei einem Acros, TMax oder FP4 noch NIE diese Probleme hatte, bis auf die Kalkflecken, und die hab ich mit der Abstreifmethode auch nicht mehr.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 04.04.2012 22:03 | nach oben springen

#9

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.04.2012 22:25
von Gelöschtes Mitglied
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Das muß wohl Schicksal sein.

Ich hatte die bislang nur als Rollfilme, insgesamt zwischen 15 und 20 Stück, bis auf selten einzelne nadelsspitzenkleine Emulsionslöchlein, die nicht gestört haben und die ich einem Manufaktur-Oldtimerfilm verzeihe, keinerlei Ärger. Auch Einfrieren hat ihnen nicht geschadet.

Die Chargen sollen manchmal unterschiedlich sein, das habe ich mal gelesen. Du wirst einfach mein „Minolta-Glück“ gehabt haben. Aber dieses Bild in vollen 25 Megapixeln angeschaut, läßt mich schon die nächste Efke-Bestellung planen. Mit dem Silber nicht sparsam sein.

Ich komme dafür z.B. mit dem Lupus-APX 100 auf keinen grünen Zweig. Die Reste meines günstigen 10er-Packs (noch haltbar!) nehme ich nur noch zum Kameratesten. Wahrscheinlich sind die inzwischen einfach zu sehr überlagert.

Viele Grüße
Nils


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#10

RE: Qualität von demineralisiertem Wasser

in Dunkelkammer & Entwicklung 05.04.2012 06:07
von albedo • Mitglied | 81 Beiträge

Kalk selbst ist schwerlöslich , durch Reaktion mit Kohlendioxid entsteht leicht lösliches Calciumhydrogencarbonat.
CaCO3 + H20 + Co2 ----- Ca (HCO3)2
Beim Erhitzen läuft die Reaktion wieder in die andere Richtung, das hydrogencarbonat zersetzt sich und Kalk (Kalziumcarbonat fällt aus. Ich nehme zur Schlusswässerung abgekochtes Wasser, es hat keinen bzw kaum Kalk und ist keimfrei


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