#1

Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.06.2011 11:27
von Hannes87 • Mitglied | 25 Beiträge

Hallo,

Wollte, nachdem ich mit meinen Fotos nicht so ganz zufrieden war, meine Entwickler-Film-Kombination mal "eintesten". Mangels Laborbelichtungsmesser habe ich mich an diesem Artikel versucht: http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag_frame_wollstein.htm
Bei Schritt 1 wird dort zunächst die Filmempfindlichkeit getestet. Dafür hab ich nen Apx100 (EI 64) in Adonal 1+50 bei 18°C 20min entwickelt (die erste Minute ständig, danach jede weitere Minute 3x sachte gekippt.
Hab dann wie im Artikel beschrieben Belichtungsreihen durchgeführt. Also zunächst den vom Belichtungsmesser (Olympus OM-1) vorgeschlagenen Wert (1/60s Bl. 4), dann eine Blende weniger Licht (1/60s Bl. 5,6) und eine Blende mehr Licht (1/60s Bl. 2,8).
Bei der Auswertung ergab sich dann, dass die Bilder mit weniger Licht die besten Ergebnisse hervorriefen (im Beispiel 1/60s Bl 5,6).
Wenn ich jetzt dem Ratschlag des Artikels folge, müsste ich am "ASA-Index" statt 64 nunmehr 32 einstellen.
Da ich diesen Vorschlag doch recht Praxisfern finde suche ich nun nach Rat.

Was mir zudem bei den letzten Filmen aufgefallen ist, ist dass meine Negative sehr Kontrastreich sind. Ich brauche daher Regelmäßig Grad 1 (25Y/20M) bei nem Kaiser VC 60 Farbmischkopf.
Die oben genannten Entwicklungsdaten habe ich mal irgendwo als "Topzeiten" gefunden wobei die Zeit dort mit 17min bei 20°C angegeben wurden. Wegen des feineren Korns hab ich dann aus den 17min 20 gemacht und die Temperatur auf 18°C gesenkt.
Ist meine Annahme richtig, dass ich versuchen könnte die Entwicklungszeit auf beispielsweise 18°C (bei sonst gleichen Parametern) zu senken und dadurch die Belichtung und der Kontrast verbessert würden, oder lieg ich da daneben?
Vielen Dank für die Hilfe.

Schöne Grüße Hannes


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#2

RE: Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.06.2011 13:52
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von Hannes87
Hallo,


H
Da ich diesen Vorschlag doch recht Praxisfern finde suche ich nun nach Rat.


Schöne Grüße Hannes



Hi, Hannes,
lies dir das mal durch:
http://anzinger-online.de/Foto/filmtest.shtml
dafür brauchst du aber einen Laborbelichtungsmesser.(Z.B.Ilford EM 10)
Das Verfahren ist so einfach, daß man es auf Anhieb versteht.

Ich habe meine bevorzugte Film-Entwickler-Konbi damit einmal densitometrisch eingetestet
und weiß nun immer im Vorraus, daß meine Bilder in Ordnung sind.
Gruß
phosphor


______________________________________________
Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
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#3

RE: Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.06.2011 19:11
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von Hannes87
dass die Bilder mit weniger Licht die besten Ergebnisse hervorriefen .... dass meine Negative sehr Kontrastreich sind.


Wenn die mit weniger Licht besser sind, mußt Du die Empfindlichkeitseinstellungen erhöhen nicht verringern. Daß die so kontrastreich sind weißt darauf hin, daß sie Überentwickelt sind. Du hast also quasi einen Pushprozeß gefahren.

Und warum in aller Welt nehmt Ihr immer irgendwelche Topzeiten, Geheimtips, Selbstgebrautes usw. und nicht die Herstellerempfehlungen?

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#4

RE: Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.06.2011 21:36
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Zitat von Hannes87

Bei der Auswertung ergab sich dann, dass die Bilder mit weniger Licht die besten Ergebnisse hervorriefen (im Beispiel 1/60s Bl 5,6).
Wenn ich jetzt dem Ratschlag des Artikels folge, müsste ich am "ASA-Index" statt 64 nunmehr 32 einstellen.
Da ich diesen Vorschlag doch recht Praxisfern finde suche ich nun nach Rat.



Wenn die Bilder mit weniger Licht besser sind, wäre doch eher ASA 125 angesagt (-> also ziemlich "praxisnah"), oder? Entspricht der empfohlenen Einstellung für eine 17 minütige Entwicklung in Rodinal 1+50 bei 20°.
Mit der 18° Geschichte: Habe das mal versucht (glaube waren aber 17 oder 16°), und festgestellt, dass Rodinal damit immer noch deutlich körniger entwickelt, als ein stinknormaler Fein- oder Feinstkornentwickler...

Gruß
Bernhard


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#5

RE: Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.06.2011 01:14
von Hannes87 • Mitglied | 25 Beiträge

hey,
ah, da bin ich wohl mal wieder einem mehr oder weniger klassischen Problem auf den Leim gegangen. Werd es also mit 125ASA versuchen.... Vielen Danl
@phosphor: Hab die Seite auch mal gesehen und fand das sehr interessant. Hab zwar einen Messinstrument im Labor, dabei handelt es sich aber um ein Kaiser Photoscop (wurde hier im Forum glaub ich auch mal drüber von deiner Seite aus gesprochen), das mir keine Werte liefert sondern nur die Funktion einer Lichtwaage hat, daher dachte ich das kommt für mich nicht in Frage. Oder hast du da andere Erfahrungen mit dem EM 10 gemacht, sofern die Funktion der Geräte vergleichbar ist?
@namir: Mir geht es ja auch nicht um superfeines Korn, sondern um dessen Reduzierung, und da hab ich zumindest den Eindruck, dass es klappt. Wenn die sonnige Jahreszeit rum ist bzw ich mal einen schnelleren Film brauch, werd ich auch wieder auf den Ultrafin Plus gepaart mit nem tmax 400 umsteigen denke ich mal.

Gruß Hannes


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#6

RE: Entwicklungsprozess optimieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.06.2011 09:40
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

@phosphor: Hab die Seite auch mal gesehen und fand das sehr interessant. Hab zwar einen Messinstrument im Labor, dabei handelt es sich aber um ein Kaiser Photoscop (wurde hier im Forum glaub ich auch mal drüber von deiner Seite aus gesprochen), das mir keine Werte liefert sondern nur die Funktion einer Lichtwaage hat, daher dachte ich das kommt für mich nicht in Frage. Oder hast du da andere Erfahrungen mit dem EM 10 gemacht, sofern die Funktion der Geräte vergleichbar ist?

Hi,
Ich hab mich vertan, mit dem EM10 geht´s natürlich nicht. Ich habe meinen Kaiser-Belichtungstimer verwendet, der hat so ein Sensorauge am Kabel, das die Sekunden anzeigt, wenn man es auf das Grundbrett legt und mit den Negativen beleuchtet Damit habe ich die 9 Stufen ausgemessen und mit den Werten (in Sek) dann die Dichten ausgerechnet.
Gruß
phosphor


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