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Reflektions- und Diffusionslichthöfe - die Achillesferse der Dünnschichtfilme
Das ergibt für mich keinen Sinn, ein Dünnschichtfilm wird doch eigentlich gerade zur Vermeidung von Diffusionslichthöfen geschaffen und der Reflexionslichthof ist ja eine Frage des Lichthofschutzes. Die "Achillesferse" ist doch eher der geringere Dichteumfang und die Problematik der Kopierfähigkeit der Lichter bei Überbelichtung bzw. der Schatten bei Unterbelichtung. Gerade aber bei einem dickschichtigen Material wäre doch wohl Oberflächenentwicklung angezeigt, damit nicht alles durchentwickelt wird.
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Da ja Beutler in seinem Buch auch explizit über Feinstkornentwickler wettert, will ich noch einmal nachfragen: Walter, was war in den 60ern eigentlich der Maßstab hinsichtlich feinem Korn?
Die Adox-Filme zählten zu den Feinkörnigsten ihrer Klasse - das habe ich nicht bestritten, insbesondere der 21er galt im Vergleich als sehr feinkörnig. Die absolut feinkörnigsten Filme waren natürlich die ganz niedrigempfindlichen wie Isopan IFF, Adox KB 14, Kodak Technical Pan usw. Aber gestehe mir bei den damaligen Filmpreisen und der Möglichkeit an unabhängige Informationen zu kommen eine gewisse Subjektivität zu. Ich habe nicht systematisch alle europäischen Filmfabriken durchgetestet, und daß es so etwas wie Fuji überhaupt gab, war Ende der 50er/zu Beginn der 60er höchstens beiläufig aus irgendwelchen Übersichten bekannt auch vieles von Kodak war nur auf (teils widerwillige) Bestellung zu haben.
Neofin, Emofin, Agfa Isonal usw. waren damals recht beliebt, weil die Körnung oberhalb der normalempfindlichen 17-DIN-Filme mit jeder Blende mehr stark zunahm. Man konnte daher aus einem 17-DIN-Film, dann vielleicht 21 oder 23 DIN herausholen und hatte ein recht feines Korn das die eigentlichen Vertreter dieser Empfindlichkeitsklasse kaum erreichten (gewisse Abstriche bei der Schattenzeichnung wurden dann billigend in Kauf genommen).
Wenn man aber feines Korn wollte, dann nahm man einen der gering-mittelempfindlichen Filme (12-17 DIN vielleicht) und entwickelte ihn in einem Feinkornentwickler wie Atomal (Neu), Hauff Mikrolin u.ä. Da die aber bekanntlich nicht besonders scharf arbeiten, bevorzugte ich schon damals Feinkornausgleichsentwickler. Das deutsche Pendant zum D76 hieß damals Leicanol und kam von Tetenal und vereinbarte für mich eine Reihe guter Eigenschaften.