#31

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 11.10.2010 08:27
von Squishee • Mitglied | 31 Beiträge

Sehr Informativ! Mich würde aber auch die Vorgehensweise in der Duka interessieren. Gibt es so was hier schon? Bei mir kommen die Nachtaufnahmen immer zu dunkel raus. Hab aber auch noch nicht viel probiert.



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#32

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 19.10.2010 14:49
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

Hallo und guten Tag,
bin neu hier und habe eben meine Vorstellung geschrieben, nachdem ich die Anleitung hier gelesen habe, welche mich bewogen hat, bei Euch Mitglied werden zu wollen.
Habe bei meiner Nachtfototour durch Köln, allerdings nicht blaue Stunde, sondern danach, mit AGFA APX 100 gearbeitet. Nach einem Datenblatt aus dem Internet hat dieser Film ja einen recht deutlichen Schwarzschildeffekt, den ich auch bei der Belichtungseinstellung durch Belichtungskorrektur beachtet habe. (meist mit +1EV, so ab etwa 5-10sek habe ich +2EV dazu gegeben) Trotzdem ist sehr viel Ausschuß dabei, weil auf den Negativen alles sehr dünn ist. Habe diese allerdings noch nicht im Vergrößerer gehabt, weil die DuKa derzeit zwar noch aufgebaut ist allerdings nicht mehr abgedunkel ist, aufgrund von Umbau. Wird also noch was dauern.
Hatte in der Entwicklung gleichzeitig ein paar Bilder die ich Stuttgart in der Dämmerung gemacht habe, diese erscheinen wesentlich "mehr" zu haben, jedenfalls bei der Betrachtung mit bloßem Auge. Allerdings habe ich die Belichtung mit etwa -1EV korrigiert, um der Dämmerung Tribut zu zollen und nicht alles auf Mittelgrau zu belichten.
Welche Korrekturen verwendet Ihr mit dem APX 100, oder arbeitet keiner damit?
Überlegen derzeit, ob ich nicht auf den KB-Fuji Acros umsteigen soll. Habe den mal als Rolli verschossen und der scheint ja keinen nennenswerten Schwarzschild zu zeigen. Er ist jedenfalls nicht angegeben und konnte bei meinen begrenzten Nachtaufnahmen da auch nichts feststellen.
Würde eigentlich gerne beim APX bleiben, ist halt mein Lieblingsfilm und je mehr verschiedene Filme man verwendet, desto mehr schleppt man mit und desto höher ist die Chance genau den "Falschen" für die Situation in der Kamera zu haben....und Zweit und Drittbody dauert noch ein wenig......
Gruß Thomas


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#33

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 19.10.2010 18:06
von grommi • Mitglied | 3.354 Beiträge

Hi Thomas,

der Acros 100 ist da wirklich bemerkenswert, bis 120 Sek. ist keine Belichtungsverlängerung nötig. Schwierig ist allerdings die Belichtungsmessung. Sobald Lichtquellen im Bild zu sehen sind wie Straßenlaternen oder hell erleichtete Schaufenster etc. wird die Messung immer deutlich zu knapp ausfallen. Als Richtwert belichte ich in solchen Situationen 2 Blendenstufen über, damit bin ich bisher ganz gut gefahren.

Beispiele:
t7773f65-Nighthawks.htm
hot town, summer in the city

LG Reinhold


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#34

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 20.10.2010 09:50
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

Danke Reinhold,
werde mir den mal als KB bestellen und im Vergleich zum APX testen. Wollen am 29. wieder auf Nachtfototour gehen. Wie beschrieben, eine Korrektur von 2EV reicht beim APX anscheinend nicht aus und viel mehr will ich nicht generell nehmen. Eine Belichtungszeit von 1Minute ist zwar schön um keine Menschen im Bild zu haben, aber leider nicht für alle Situationen geeignet. Mal abgesehen davon, das man laut "Beipackzettel" mit 100sec schon bei 3EV Korrektur landet.....Muß mal dringend meine DuKa wieder betriebsbereit machen und die Negative auf Papier bringen, villeicht täuscht das mit der geringen Dichte auch.....Melde mich damit auf jeden Fall wieder!

Dein erstes Bildbeispiel in Deinem Post funktioniert bei mir nicht, das zweite gefällt mir gut. Korrigierst Du für Nachtaufnahmen die Entwicklung?


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#35

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 20.10.2010 13:49
von grommi • Mitglied | 3.354 Beiträge

Da hast du mich falsch verstanden, Thomas. Die + 2 EV sind eine Art Gegenlichtkorrektur. Der Acros braucht ja keine Verlängerung wegen Schwarzschild. Keine Entwicklungskorrektur. Beim APX müsstest du zusätzlich noch die Korrektur für Schwarzschild hinzufügen. Wenn dir dann die Zeiten zu lang werden, hast du den falschen Film!

Hm, warum der Link nicht funzt, k.A. 2.Versuch: Nighthawks mit dem Neopan 1600. Da kommst du schon in den Bereich, wo Aufnahmen ohne Stativ möglich sind.

Gleiche Methode: Hauptstraße bei Nacht

LG Reinhold


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zuletzt bearbeitet 20.10.2010 14:03 | nach oben springen

#36

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 20.10.2010 14:36
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

Der Nighthawks Link in Deinem letzten Link funktioniert, der aus dem davor gibt mir nur "Seite nicht gefunden".
Nee, eigentlich habe ich Dich, glaube ich, nicht falsch verstanden. War schon klar, dass der Acros KEINE Schwarzschildkorrektur braucht, deshalb wollte ich den ja auch probieren. Die von mir angesprochenen +2EV waren als Schwarzschildopfer eingesetzt, das direkte Gegenlicht war bei mir so minimal, dass ich das nicht korrigieren wollte (Bürohochhaus aus größerer Entfernung, mit etwa 40% beleuchteten Fenstern. Und bei den unkorrigierten Belichtungszeiten hätten +2EV für Herrn Schwarzschild ausreichen sollen.
Es wunderte mich halt, der APX wird recht häufig für Nachtaufnahmen empfohlen, aber bei mir hat es halt nicht gepaßt. Möglicherweise war ich auch zu blöd, kommt ja auch mal vor, war vielleicht schon zu spät (nach müde kommt doof).
Memo an mich: a) Acros bestellen und testen.
b) DuKa wieder fit machen und APX 100 abziehen und dann nochmal bewerten/ vergleichen.
Danke für die Bildbeispiele, eine echte Inspiration und für diese Art von Aufnahmen, also mit Menschen drauf, geht halt 15sec meiner Meinung nach nicht, weil Du halt Geister ohne Ende hast und fast keine "echten" Menschen. Wobei es meist nicht meines ist, Menschen im Bild zu haben, aber bei 30-120 sec ist halt die Chance das irgendwas daneben geht zu hoch. Flugzeuge am Himmel, Autoscheinwerfer durch das Bild oder als Lichtkegel irgendwo.....aber, wie so vieles ist auch das Geschmackssache.
Viele Grüße
Thomas


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#37

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 28.10.2010 19:58
von pongo • Mitglied | 667 Beiträge

Als Vogel der Nacht möchte ich meinen Senf dazugeben - vllt wurde es schon erwähnt, habe nicht alle Beiträge durchgelesen.

Normalerweise muß es keine Fehlschüsse geben. Zwei Voraussetzungen sollte man hierbei berücksichtigen: Den Schwarzschildeffekt, also Verlängerung der Belichtungszeit und 2. Belichtungsmessung. Mit einem Spotmeter, bei mir Pentax, ersatzweise der Eingebaute, kann bei richtiger Anwendung nix schiefgehen. Ich messe die Lichter und verlängere die Zeit nach meinem Dafürhalten entsprechend, ca 1,5-2 Blenden- oder Zeitstufen. Mit Integralmessung ist es mehr oder weniger Glücksache. Ganz Verwegene machen Belichtungsreihen nach dem Motto, irgenwas wird dabei sein. Oder nehmen die Digi zur Messung mit...
Gerne verwende ich Ilfords XP 2 mit 250 ASA oder Delta 400 auf 300 ASA. Beide kommen recht feinkörnig. Mit Tmax war ich weniger zufrieden, habs aber nicht weiter betrieben.
Ach so, ein gutes Stativ ist nicht schlecht, aus der la main... na ja.

VG



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#38

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 14.01.2012 13:06
von Andrea • Mitglied | 99 Beiträge

hi,
normalerweise arbeite ich bei meinen Nachtaufnahmen digital, aber ich denke, nach diesem Beitrag werd ich das auch mal analog ausprobieren. Einen Belichtungsmesser habe ich ja schon, meine Digitalkamera. Sehr praktisch finde ich, wenn man in der Stativtasche gleich ein Paar Handschuhe lagert. Ist ungemein hilfreich (zu jeder Jahreszeit).
Feuerwerk ergeben auch wunderbare Nachtaufnahmen.
lg Andrea



zuletzt bearbeitet 14.01.2012 13:06 | nach oben springen

#39

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 16.02.2012 11:41
von Grisu • Admin | 7.996 Beiträge

Zitat von Andrea
Sehr praktisch finde ich, wenn man in der Stativtasche gleich ein Paar Handschuhe lagert. Ist ungemein hilfreich (zu jeder Jahreszeit).



Hier habe ich in diesem Winter meine Klappfäustlinge lieben gelernt - sie sind zunächst vorne offen, damit man die Fingerspritzen frei hat, um die Kamera gut einstellen zu können. Macht man aber eine längere Pause (z.B beim Standortwechsel), klappt man die Fäustling-Hälfte drüber und in die Fingerspitzen kommt wieder Wärme. Kommen ursprünglich aus dem Jagdbereich, bei amazon.de sind sie schon ab ~15 EUR erhältlich.

Zitat von Andrea
Feuerwerk ergeben auch wunderbare Nachtaufnahmen.



Ich weiß nicht, ob ich dass in meinem Tutorial vorne erwähnt habe, daher hier kurz die Faustformel, die ich gelernt habe: ISO 100, f/11, und Auslöser so lange gedrückt halten, wie man mag und meint, bis genug Explosionen auf dem Film sind.

Mit den gleichen Zeiten macht auch Gewitter-Fotografie viel Spaß, aber hier lohnt sich Film wirklich nicht, da sollte es schon digital sein, denn man benötigt viele Versuche - Blitze sind zu unvorhersehbar. Außerdem ist es schwierig, eine Örtlichkeit zu finden, bei der man zwar überdacht und trocken stehen und fotografieren kann, aber nach vorne raus möglichst kein Glas hat. Wenn man solch eine Möglichkeit (vielleicht eine Aussichtsplattform) auch noch an einer hochgelegenen Stelle hat, ist's perfekt. Die Überdachung würde ich aber allein schon des vorhandenen Schutzes vor den Blitzen beachten, von einem solchen getroffen zu werden ist dann kein Spaß mehr ...

VG
Sven




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#40

RE: Wie mache ich eigentlich… Nachtfotografie??

in Fotopraxis/Anleitungen 15.05.2012 19:28
von Linda • Mitglied | 9 Beiträge

Nachtfotografie ist ein sehr schwieriges Thema. Normalerweise hat jede Kamera einen Nachtmodus, aber auch der ist oft zu dunkel und verschwommen, trotz Blitz. Am besten man achtet darauf die Kamera ganz ruhig zu halten oder auf ein Stativ befestigen. Danach kann man das Bild noch per Bildbearbeitungsprogramm überarbeiten.



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