#1

Fundsache: Zonensystem-Rechenscheibe

in Fotopraxis/Anleitungen 09.12.2011 22:04
von Daniel • Mitglied | 596 Beiträge

Für die, die gerne mit Pappe, Schere und Klebstoff basteln:

http://www.largeformatphotography.info/misc/zswheel.pdf

Leider auf englisch, aber ich denke, man versteht's trotzdem.

Gruß,
Daniel



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#2

RE: Fundsache: Zonensystem-Rechenscheibe

in Fotopraxis/Anleitungen 11.12.2011 23:10
von Esel18_24 • Mitglied | 328 Beiträge

Hi Daniel genau so etwas suche ich.
die mittlere Scheibe könnte der Lichtwert ( Liste aus wikibooks )sein und außen das Motiv.

LW ist 0 .. 3: Große Dunkelheit, Nacht
LW ist 4.. 7: Dämmerung, wenig Licht
LW ist 8 .. 11: Tageslicht mit wenig Licht (bewölkt)
LW ist 11 .. 14: Tageslicht mit viel Licht (sonnig)
LW ist größer 14: Sehr helle Szene

Wie sind die zwei anderen zwei Scheiben einzustellen? Daniel kannst Du auch diesen Link schicken?
Danke Lutz



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#3

RE: Fundsache: Zonensystem-Rechenscheibe

in Fotopraxis/Anleitungen 12.12.2011 00:28
von Daniel • Mitglied | 596 Beiträge

Zitat von Esel18_24
die mittlere Scheibe könnte der Lichtwert ( Liste aus wikibooks )sein und außen das Motiv.

LW ist 0 .. 3: Große Dunkelheit, Nacht
LW ist 4.. 7: Dämmerung, wenig Licht
LW ist 8 .. 11: Tageslicht mit wenig Licht (bewölkt)
LW ist 11 .. 14: Tageslicht mit viel Licht (sonnig)
LW ist größer 14: Sehr helle Szene

Wie sind die zwei anderen zwei Scheiben einzustellen? Daniel kannst Du auch diesen Link schicken?


Hallo Lutz!

Oh je, oh je! Also von der Existenz eines Zonensystems erfuhr ich letztes Jahr erstmalig durch den Foto-Lehrgang von Tom Striewisch, den es auch online gibt. Er hat irgendwo dort auch eine eigene Rechenscheibe im PDF-Format zum Ausdrucken und Basteln.

Ritchie hat mich jetzt im Rahmen meines Einstiegs ins MF (und zukünftig SW und Dias) wieder daran erinnert, aber ich habe mich noch nicht ans Lernen gemacht.

Ich habe in den Weiten des Internets noch einen anderen URL gefunden, aber der riecht schon fürchterlich nach Physik.

Augenblicklich kann ich Dir nicht mehr helfen, weil ich das alles ins nächste Jahr vertagt und selber kaum einen blassen Dunst habe. Das Zonensystem ist quasi ein Hilfssystem, um eine Aufnahme mit dunklen und hellen Partien in Abhängigkeit des Aufnahmemediums (Negativ oder Diapositiv) so zu planen, daß es weder zu Überbelichtungen (Überstrahlungen beim Dia) oder Unterbelichtungen der bildwichtigen Elemente kommt. (War das so richtig, Ritchie?) Vielleicht helfen Dir die o.g. URLs.

Gruß,
Daniel



zuletzt bearbeitet 12.12.2011 00:32 | nach oben springen

#4

RE: Fundsache: Zonensystem-Rechenscheibe

in Fotopraxis/Anleitungen 12.12.2011 10:55
von plaubel • Mitglied | 600 Beiträge

Zitat von Daniel
Das Zonensystem ist quasi ein Hilfssystem, um eine Aufnahme mit dunklen und hellen Partien in Abhängigkeit des Aufnahmemediums (Negativ oder Diapositiv) so zu planen, daß es weder zu Überbelichtungen (Überstrahlungen beim Dia) oder Unterbelichtungen der bildwichtigen Elemente kommt(War das so richtig, Ritchie?)



Na, nicht ganz:-)
Das Zonensystem dient eher der max. Ausnutzung der vorhandenen Möglichkeiten im Material unter der Anwendung forcierter Belichtung UND Entwicklung, wobei vorheriges Eintesten der Materialien unumgänglich wird.
Da sowohl Filme wie auch Fotopapier nur einen begrenzten Kontrastumfang haben, soll dieser bestmöglich ausgenutzt werden.
Desweiteren wird der vorherrschende Kontrast durch gezielte Über/Unterbelichtung mit anschliessender Verlängerung/Verkürzung beeinflusst/gesteuert, flaue oder zu kontrastreiche Negative werden so vermieden.
Auch wenn viel gemeckert wird über dieses System(bekanntester Anwender, aber nicht Erfinder ist Ansel Adams), und obwohl es heute deutlich verbesserte Materialien gibt( Zu Adams Zeiten konnten Papiere und Negative nur wenige Blenden Kontrast wiedergeben), findet es doch in umgemodelter Form fast überall Anwendung - nur oft nicht in strenger Befolgung des Originals.

Zur Belichtung hilft mir die Einteilung der Helligkeitswerte in "Zonen" immer bei meinen Spotmessungen,dazu brauch ich aber keine Rechenscheibe.
Anfangs hatte ich allerdings einen kleinen Graustufenkeil mit Zoneneinteilung in der Tasche.

Der Beli sagt ja zu allem Gemessenem, dies sei nun Zone V, mittleres Grau;
Papierweiss ist laut Graustufenkeil die Zone X, pechschwarz die Zone 0 oder I (bei Adams etwas anders als heute)
Eine graue Katze belichte ich also demnach mit den angezeigten Werten des Belis:-)
Will ich aber etwas Dunkles schwarz wiedergeben (z.B.Schachbrett?), verkürze ich die Belichtung nach Messung auf ein schwarzes Feld um 4-5 EV.
Es kann auch weiss angemessen werden, entsprechend wird die Belichtung verlängert.

Bei einer Messung ohne Spot, also z.B. Mehrfeldmessung oder normale Objektmessung mit dem Handbeli, werden alle Werte automatisch gemessen und der "Mittelwert" angezeigt, hier muss man nicht gross nachdenken und kann im Groben 1:1 - beim Schachbrett - übernehmen.
So ein Schachbrett ist eigentlich ne schöne Hausaufgabe:-)
Durch Spot-Messen der hellsten und dunkelsten (bildwichtigen) Punkte erhalte ich eine Aussage über den vorliegenden Kontrast.
Klappt natürlich auch hervorragend bei Color, es geht ja um die Vorvisualisierung von "Helligkeiten" im späteren Bild...
Mir hat das System seinerzeit enorm zum Verständnis bei der Belichtung geholfen.
Schadet also nicht, sich da mal etwas einzulesen:-)
Gruss,
Ritchie



zuletzt bearbeitet 12.12.2011 11:03 | nach oben springen

#5

RE: Fundsache: Zonensystem-Rechenscheibe

in Fotopraxis/Anleitungen 03.01.2012 00:15
von pongo • Mitglied | 667 Beiträge

Das Zonensystem ist der sicherste Weg zu einer richtigen Belichtung, gleich ob analog oder digital. Einige umfangreiche Abhandlungen beweisen, daß sogar hochdekorierte Fotografen die paar Zeilen bei Ansel Adams sel. nicht kapiert haben und von Großformatpriorität faseln.
Richtig erklärt, hat es jeder normal begabte Mensch in 30 Min verstanden. Beste Voraussetzung zur Anwendung ist ein Spotbelichtungsmesser 1 Grad.
Domäne ist Objekt- oder Landschaftsfotografie, in der Nacht usw. Für Kindergeburtstage braucht man es nicht.

VG



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